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Prävention von Prostatakrebs durch Kaffee?

Reduziert Kaffee das Prostatakrebsrisiko? Neue Studie bringt gute Neuigkeiten für Kaffeeliebhaber

Krebsrisiko um 53 Prozent verringert

Eine aktuelle Studie bringt gute Neuigkeiten für Kaffeeliebhaber: Italienische Forscher konnten einen zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und einen Prostatakrebsrisiko feststellen. Doch zählt das für alle Arten von Kaffee? Der Koffeingehalt scheint eine wichtige Rolle zu spielen.

Die Ergebnisse stammen aus einer Analyse von fast 7.000 Männern aus Italien. Im Durchschnitt konsumiert der Italiener rund 600 Tassen Kaffee jährlich, daher erweist sich die italienische Bevölkerung als sehr geeignet, um die Auswirkungen von Kaffee auf das Prostatakrebsrisiko zu untersuchen. 

Für die Studie untersuchten Licia Iacoviello und Kollegen den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Prostatakrebsrisiko, indem sie die Daten von 6.989 Männern aus Italien im Alter von 50 Jahren und älter, die am Moli-Sani-Project teilgenommen haben, analysierten. George Pounis, der ebenfalls an der Studie beteiligt war, sagt, dass es in den vergangenen Jahren einige Studien zu diesem Thema gab, bisher allerdings keine wissenschaftlichen Beweise geliefert wurden, um kausale Schlüsse zu ziehen. Daher setzte sich die aktuelle Studie das Ziel, das Wissen in diesem Bereich zu vergrößern und für ein besseres Verständnis zu sorgen. Die Teilnehmer füllten einen Ernährungsfragebogen aus, um ihren täglichen Kaffeekonsum zu dokumentieren. In einer im Durchschnitt vierjährigen Folgephase traten unter den Männern rund 100 neue Fälle von Prostatakrebs auf. Die Forscher stellten fest, dass Männer, die täglich mindestens drei Tassen italienischen Kaffee tranken, ein 53 Prozent geringeres Prostatakrebsrisiko hatten.

Hohe Konzentration von bioaktiven Substanzen durch italienische Zubereitung

Um diesen Anti-Krebs-Effekt von Kaffee zu bestätigen, testete das Team den Effekt von koffeinhaltigen und entkoffeinierten Kaffee-Extrakten auf Prostatakrebszellen im Labor. Sie stellten fest, dass Extrakte koffeinhaltigen Kaffees das Wuchern und Streuen der Krebszellen verhinderten. Bei entkoffeiniertem Kaffee waren diese Auswirkungen kaum feststellbar. "Die positiven Folgen des Kaffeekonsums unter den 7.000 Teilnehmern sind wahrscheinlich auf das im Kaffee enthaltende Koffein und nicht die vielen anderen Bestandteile zurückzuführen", merkt Co-Autorin Maria Benedetta Donati an. 

Die Forscher machen darauf aufmerksam, dass die Studie bei einer italienischen Bevölkerung mit einer starken Kaffeekultur, die sich durch die Menge und die Art der Zubereitung auszeichnet, durchgeführt wurde. "Sie bereiten Kaffee mit viel Druck, sehr heißem Wasser und ohne Filter zu", sagt Iacoviello. "Diese Zubereitung, die anders ist als in anderen Regionen der Welt, könnte zu einer höheren Konzentration von bioaktiven Substanzen führen. Nun ist es interessant, diesen Aspekt weiter zu erforschen."