Rentner verklagt Hüftprothesenhersteller

Mit einer Hüftoperation begann für einen 52-Jährigen eine lange Leidensgeschichte. Er wurde erwerbsunfähig, gehbehindert und musste Notoperationen erdulden. Nun verlangt der Mecklenburger Schadense

Mit einer Hüftoperation begann für einen 52-Jährigen eine lange Leidensgeschichte. Er wurde erwerbsunfähig, gehbehindert und musste Notoperationen erdulden. Nun verlangt der Mecklenburger Schadensersatz. Nach vier Jahren beginnt der Zivilprozess.

Das Landgericht Neubrandenburg befasst sich ab 4. Februar mit der ungewöhnlichen Krankengeschichte eines Mannes aus Zarnekow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Der 58-Jährige hat einen Hersteller von Hüftprothesen auf mehrere hunderttausend Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagt, wie Gerichtssprecher Carl Christian Deutsch sagte.

“Ich musste seit 2008 neun Operationen über mich ergehen lassen und bin Erwerbsunfähigkeitsrentner seit Ende 2009“, erklärte der 58-jährige Klaus-Dieter Krauße. Allein dreimal habe es sogar Notoperationen wegen besonderen Problemen mit den Gelenken geben müssen. “Es gab Brüche oder die Gelenke mit dem Prothesen waren vereitert“, schilderte Krauße.

Der Mecklenburger arbeitete als Schlosser und Berufskraftfahrer, zuletzt war er Anlagenfahrer in einer Brauerei. Schon nach der zweiten Operation Mitte 2009 konnte Krauße nicht mehr arbeiten, wurde als 53-Jähriger verrentet und ist seither behindert. Er muss sich mit zwei Krücken bewegen und kann im Haus nur dank der Hilfe einer Lebensgefährtin bleiben. Ihm ist die Pflegestufe eins zuerkannt. “Die Metallimplantate sind fehlerhaft und durch Abrieb hat mein Mandant auch ständig schlechte Blutwerte“, meinte Kraußes Anwältin Stefanie Huyer-Kischkel in Rostock. Die Anwältin  will sich unter anderem auf ein Urteil des Landgerichtes Berlin stützen. “Das Gericht hat einem Patienten, der ein Hüftimplantat der gleichen Firma bekommen hatte, bereits 10 000 Euro Schmerzensgeld zuerkannt.“

Krauße selbst ist froh, dass endlich der Zivilprozess startet. Darauf habe er mehr als vier Jahre gewartet. Die Anwälte der Gegenseite – eine englische Herstellerfirma als Tochterunternehmen eines US-amerikanischen Konzerns und eine Vertriebsfirma aus Schleswig-Holstein – haben bisher aber alle Ansprüche zurückgewiesen, sagte Huyer-Kischkel.

Text: dpa /fw

 

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