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Rheuma: Angst, Körpergewicht und andere Parameter mit Einfluss auf das Outcome der Behandlung

Lifestyle, psychische Gesundheit und andere Parameter können sich auf die Behandlungsergebnisse und die Compliance bei RA auswirken. In der Sitzung “Rheumatoid Arthritis – Clinical Aspects V: Challenges in the Assessment and Management of Established RA“ wurden Studien vorgestellt, die sich mit diesem Thema befasst haben.

Lifestyle, psychische Gesundheit und andere Parameter können sich auf die Behandlungsergebnisse und die Compliance bei RA auswirken.

In der Sitzung “Rheumatoid Arthritis – Clinical Aspects V: Challenges in the Assessment and Management of Established RA wurden Studien vorgestellt, die sich mit diesem Thema befasst haben.

Berichten zufolge indizieren Angst und Depression schlechtere Behandlungsergebnisse im Rahmen von RA. Brigitte Michelsen (Diakonhjemmet Hospital, Oslo) präsentierte die prospektive, multizentrische NOR-DMARD-Studie, die untersucht hat, ob Baseline-Depressionen und / oder Angstzustände mit Remissionsraten bei RA und PsA assoziiert sind. RA (n = 1450)- und PsA (n = 805)-Patienten, die erstmalig Tumornekrosefaktorinhibitoren einnahmen (TNFi) und DMARD-naive Patienten, die mit MTX begannen, wurden in die Studie mit eingeschlossen.

Der vorhersagbare Basiswert der moderaten/ extremen Depression/ Angststörung bezüglich der Remission wurde nach drei bis sechs Monaten Behandlung in vorbestimmten logistischen Regressionsmodellen untersucht;  Kriterien wie Alter, Geschlecht, Krankheitsdauer und Raucherstatus wurden besonders begutachtet. Depression / Angststörung schien DAS28 <2.6, SDAI ≤3.3 negativ zu prognostizieren und eine Boolesche Remission von ACR / EULAR nach drei und sechs Monaten Behandlung bei RA-Patienten. In Subgruppen-Analysen von  mit TNFi und MTX behandelten Patienten waren Depression / Angstzustände negative Indizien auf Remission nach sechs Monaten RA, aber nicht auf PsA.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Depression und Angstzustände Faktoren sind, die sich potentiell auf den Krankheitsverlauf auswirken; sie sollten in Routine-Untersuchungen und in Treat-to-Target-Strategien berücksichtigt werden. (1) 

Darüber hinaus führte Carol Hitchon (University of Manitoba, Winnipeg) eine Längsschnittuntersuchung durch, um die Assoziation von Depression und Angststörungen zu bewerten. Das Vorhandensein von Angst oder Depression wurde jährlich durch einen Self-Report angegeben, die Schwere der psychiatrischen Symptome wurde mit den Patient Reported Outcome Measurement Information System (PROMIS)-Skalen beurteilt. Das Vorhandensein einer aktuellen Stimmungs- oder Angststörung wurde mit 10,7 Prozent bzw. 6,3 Prozent angegeben. Zunehmende Schwere von Angst und depressiven Symptomen war signifikant mit Schmerzen, Müdigkeit, CDAI, Anzahl der schmerzempfindlichen Gelenke, mHAQ und dem Lansbury Index assoziiert. Verschlimmerung von Angst und depressiven Symptomen war im Laufe der Zeit signifikant mit CRP-Werten assoziiert. (2) Fettleibigkeit wurde mit verschlechterten RA-Ergebnissen und einer erhöhten Krankheitsaktivität verbunden.

Um zu bewerten, ob durch Gewichtsverlust der Krankheitsverlauf von RA in der klinischen Routinepflege verbessert wird, hat David Kreps (Harvard Medical School, Boston) eine retrospektive Kohortenstudie unter 178 RA-Patienten (mittlere RA-Dauer: 11,9 Jahre) durchgeführt. Zu Beginn waren 66 Prozent übergewichtig / fettleibig. Die Studie zeigte, dass Patienten, die übergewichtig oder fettleibig waren und mehr als fünf Kilo verloren, eine dreifach erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, ihren Krankheitsverlauf zu verbessern – im Vergleich zu Patienten, die nicht mindestens fünf Kilo abgenommen haben. Unter denen, die zu Beginn der Studie fettleibig / übergewichtig waren, galt: Für jedes Kilo, das sie verloren, verringerte sich der CDAI-Wert um 1,15. Gewichtsverlust habe das Potenzial einer nicht-pharmakologischen Maßnahme zur Verbesserung des Krankheitsverlaufs der RA, schlussfolgern die Studienautoren.(3)

Trotz der Verfügbarkeit von sicheren und wirksamen Behandlungen bleibt die reale Wirksamkeit weitgehend suboptimal aufgrund der geringen Compliance. Daher bewertet Vandana Ahluwalia (Brampton Civic Hospital, Brampton) Krankenversicherung, soziodemografische und krankheitsbedingte Faktoren, die mit Nicht-Einhaltung und anti-rheumatischen Medikamenten in einer Beobachtungsstudie von RA-Patienten (n = 1762, mittlere Krankheitsdauer von 8,5 Jahren) assoziiert sind. In der multivariaten Analyse wurden Ehestatus, RF-Positivität und eine höhere Anzahl von Komorbiditäten als signifikante Prädiktoren für erhöhte Einhaltung identifiziert, während ein höherer Physician-Global Score, NSAID-Einsatz und Polypharmazie mit einer unzureichenden Komplianz verbunden war. (4)

  1. Michelsen B, et al. Arthritis Rheumatol. 2016; 68 (suppl 10), abstract 3085
  2. El-Gabalawy R, et al. Arthritis Rheumatol. 2016; 68 (suppl 10), abstract 3084
  3. Kreps DJ, et al. Arthritis Rheumatol. 2016; 68 (suppl 10), abstract 3087
  4. Ahluwalia V, et al. Arthritis Rheumatol. 2016; 68 (suppl 10), abstract 3088