Sachsen-Anhalt ist Schlusslicht in der Herzinfarktstatistik

In der Statistik der Herzinfarkte liegt Sachsen-Anhalt bundesweit ganz hinten. Wenn sich etwas verbessert, dann bei weitem nicht so gut wie deutschlandweit. Dabei könnte jeder bei Essen, Bewegung und Genussmitteln helfen, dass es anderes wird.

In Sachsen-Anhalt werden immer mehr Menschen wegen eines Herzinfarkts im Krankenhaus behandelt, allerdings sterben auch weniger daran. Das geht aus einem Sonderbericht des Statistischen Landesamts hervor, den Präsident Michael Reichelt am Freitag in Magdeburg vorstellte. Demnach stiegen die Klinikaufnahmen wegen Herzinfarkts zwischen den Jahren 2000 und 2014 bezogen auf die Einwohnerzahl um 33 Prozent. An einem Herzinfarkt starben hierzulande im Jahr 2014 rund 102 Männer und Frauen je 100 000 Einwohner. Das waren laut den Statistikern 10,1 Prozent weniger als noch im Jahr 2000.

Bundesweit allerdings ist Sachsen-Anhalt bei der Sterblichkeit Schlusslicht. Hierzulande starben den Angaben zufolge im Jahr 2014 64,6 Prozent mehr Menschen am Herzinfarkt als im bundesweiten Durchschnitt. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) setzt weiter auf die Gesundheitsziele des Landes, die Menschen zu mehr Bewegung, gesünderem Essen, weniger Rauchen und weniger Alkoholgenuss zu bewegen. “Mit den Krankenkassen zusammen muss etwas passieren, und es passiert ja auch schon viel.”

Die Ministerin verwies zudem auf das Herzinfarktregister, das speziell Halle und die Altmark in den Fokus genommen hat und nach Ursachen für die hohe Zahl von Herzinfarkten sucht. Ziel sei, speziell in den Regionen Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Grimm-Benne strebt eine längere Laufzeit an und eine Ausweitung auf weitere Landesteile.

Auch der Bericht des Statistischen Landesamts soll den Verantwortlichen in der Fläche helfen. Er enthält Auswertungen zu den Herzinfarkten und anderen koronaren Herzkrankheiten bis auf Gemeindeebene.

Die Statistiker stießen auf erhebliche regionale Unterschiede. So erlagen in Dessau-Roßlau, in den Landkreisen Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel in allen untersuchten Jahren weniger Menschen einem Herzinfarkt als im Landesschnitt. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld lag die Sterblichkeit darüber. Außer im Landkreis Harz ging die Herzinfarktsterblichkeit in allen Landkreisen und kreisfreien Städten zwischen den Jahren 2000 und 2014 zurück. Das dickste Minus verzeichnete Magdeburg mit 44,2 Prozent.

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