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Schritt in Richtung Heilung: mit Maraba Virus gegen HIV

Neuer Behandlungsansatz beseitigt ruhende, HIV-infizierte Zellen

Forscher haben entdeckt, dass der Maraba Virus, oder MG1, HIV-infizierte Zellen erreichen und zerstören kann, die die gewöhnliche antiretrovirale Therapie nicht imstande ist, anzufechten. Wenn diese Technik bei Menschen funktioniert, könnte sie die Heilung von HIV begünstigen.

Während Forscher aus Ottawa bekannt für ihre Arbeit mit krebsbekämpfenden Viren sind, machte ein Forscherteam von diesen Viren Gebrauch, um HIV den Kampf anzusagen. Die Ergebnisse wurden im Journal of Infectious Diseases veröffentlicht. Während tägliche Medikationen den HIV-Wert im Blut gering halten, gibt es momentan keine Möglichkeit, ruhende HIV-Zellen komplett zu beseitigen. Wenn ein HIV-Patient aufhört, die antiretroviralen Medikamente einzunehmen, kann dieser versteckte Virus schnell wieder ausbrechen.

Diese latent infizierten HIV-Zellen sind schwer zu erreichen, da sie sich nicht von anderen Zellen unterscheiden. Dr. Jonathan Angel und sein Team haben einen neuen Ansatz geprüft. Dabei haben sie diese ruhenden Zellen mit Hilfe des MG1-Virus identifiziert. Dieser Virus attackiert Krebszellen, die Defekte in ihren Interferon-Signalwegen haben, was sie angreifbarer für Viren macht. Die Forscher haben schon vorher herausgefunden, dass diese latenten HIV-infizierten Zellen Defekte in diesem Signalweg aufweisen. "Wir haben gedacht, dass wegen dieser ähnlichen Charakteristika der Virus ebenfalls die HIV-Zellen erreichen und zerstören könnte", sagte Dr. Angel, Arzt für Infektionskrankheiten am Ottawa Hospital und Professor an der University of Ottawa. "Wie sich zeigte, hatten wir Recht", fügte er hinzu.

Mit einer Reihe von Labormodellen latent HIV-infizierter Zellen fanden die Forscher heraus, dass der MG1-Virus infizierte Zellen aufspürte, entfernte und gesunde Zellen unbeschädigt ließ. Während die meisten dieser Zellen bei Patienten in den Lymphknoten und anderen Organen vorhanden sind, befinden sich nur wenige davon im Blut. Als die Forscher MG1 zu den relevanten Blutzellen von HIV-positiven Menschen hinzufügten, sank der Wert der HIV-DNA in der Probe. Dies war ein Zeichen dafür, dass die HIV-infizierten Zellen entfernt wurden.

"Wir wissen, dass der Maraba-Virus latent HIV-infizierte Zellen findet und tötet, wir wissen jedoch nicht, wie genau er das macht", sagt Dr. Angel. "Wir glauben, dass der Virus die Zellen wegen eines beschädigten Interferonsignalweges erreichen kann, doch wir müssen weiter forschen, um dies mit Sicherheit zu sagen." Im nächsten Schritt versuchen die Forscher, den Virus in einem HIV-Tiermodell zu testen oder direkt zu klinischen Versuchen überzugehen.