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Statine bleiben Lipidsenker der ersten Wahl

Nicht-Statine, die die LDL-Rezeptorexpression erhöhen, sind aber gut geeignet für Patienten mit Statinunverträglichkeit. Statine sollen Mittel der Wahl bei Dyslipidämie bleiben, um eine potente Risikoreduktion von kardiovaskulären Ereignissen zu bewirken.

Nicht-Statine, die die LDL-Rezeptorexpression erhöhen, sind aber gut geeignet für Patienten mit Statinunverträglichkeit.

Statine sollen Mittel der Wahl bei Dyslipidämie bleiben, um eine potente Risikoreduktion von kardiovaskulären Ereignissen zu bewirken. Wenn sie aber nicht vertragen werden, können Nicht-Statinhaltige Medikamente eingesetzt werden – bei sehr ähnlichem Wirksamkeitsprofil. Das ist die Zusammenfassung einer in JAMA publizierten Studie.

Die Wirkung von Statinen als Lipidsenker beruht auf ihrer kompetitiven Hemmung der HMG-CoA-Reduktase. Da HMG-CoA ein Stoff ist, den der Körper zur Biosynthese von Cholesterin benötigt, wird unter Einwirkung von Statinen weniger Cholesterin vom Körper selbst gebildet.

Da in den Zellen ein relativer Cholesterinmangel herrscht, produzieren sie vermehrt LDL-Rezeptoren, die das Lipoprotein geringer Dichte aus dem Blut durch Endozytose aufnehmen. LDL ist hauptverantwortlich für die meisten Schäden im Körper, die durch einen zu hohen Cholesterinspiegel erzeugt werden. LDL wird so aus dem Blutkreislauf entfernt, wodurch sich der LDL-Spiegel im Blut und damit auch Wirkungen des LDL wie Arteriosklerose verringern.

Die Gabe von Statinen bewirkt eine deutliche Reduktion an Herzinfarkten und Todesfällen. Es bestehen bei der Reduzierung von Infarkten oder Todesfällen keine signifikanten Wirksamkeitsunterschiede zwischen Pravastatin, Simvastatin oder Atorvastatin in ihrer Standarddosierung.

Laut der American Heart Association sind Statine die einzige Wirkstoffklasse, bei der ein protektiver Effekt gegen Herzinfarkte und Schlaganfälle nachgewiesen wurde, und deshalb ist es Mittel der ersten Wahl bei Patienten mit hohen LDL- und Cholesterinspiegel. Bei den Lipidsenkern anderer Klassen ist die Evidenz nicht so eindeutig.

Sind andere Lipidsenker genauso wirksam wie Statine?

Dr. Sabatine, Studienleiter vom Brigham and Women’s Hospital an der Harvard Medical School in Boston und seine Kollegen haben eine Meta-Analyse zum Vergleich zwischen Statinen und anderen Lipidsenker durchgeführt. Es wurden hierfür 49 randomisierte Studien zwischen 1966 und 2016 eingeschlossen. In diesen Studien waren mehr als 312.175 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 62 inkludiert (doi:10.1001/jama.2016.13985).

Insgesamt wurden 39.645 kardiovaskuläre Ereignisse bei den Studienteilnehmern registriert, analysiert wurden im Review die Outcomes von neun unterschiedlichen Lipidsenkern. Um die Stoffklassen vergleichen zu können, wurden diese in 4 Gruppen eingeteilt,

Die Forschungsgruppe hat erstmals die PCSK9-Inhibitoren, aufgrund der mangelhaften Datenlage über diese neue Wirkstoffklasse, separat analysiert.

Die Studien zeigten, dass sowohl Statine als auch Nicht-Statine genauso wirksam in der Risikoreduktion für kardiovaskuläre Ereignisse sind.

Jede millimol/liter LDL-Reduktion ging mit 23% Risikoreduktion von kardiovaskulären Ereignissen einher, und zwar bei allen Lipidsenkern. Laut Dr. Sabatine und seinen Kollegen sollen individuell gut verträgliche Statine Mittel der ersten Wahl bleiben, denn sie sind sicher, haben eine gute Wirksamkeit gezeigt, und sind weiterhin sehr günstig (die meisten Patente sind bereits abgelaufen). Die Daten der Metaregressionsanalyse zeigten jedoch auch, dass die Nicht-Statine ein ähnliches Outcome aufweisen und deshalb die Gabe wahrscheinlich für Patienten, die keine Statine vertragen, die beste Wahl ist.