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Stada sieht Vorwürfe gegen Ex-Vorstände als unbegründet an

Stada hat mit der Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven ein turbulentes Jahr hinter sich. Doch alte Vorwürfe gegen das frühere Management beschäftigen die Hauptversammlung. Für Ärger sorgt auch eine magere Dividende.

Stada hat mit der Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven ein turbulentes Jahr hinter sich. Doch alte Vorwürfe gegen das frühere Management beschäftigen die Hauptversammlung. Für Ärger sorgt auch eine magere Dividende.

Der Arzneihersteller Stada sieht schwere Vorwürfe gegen frühere Vorstände als weitgehend unbegründet an. Der Konzern habe alle juristischen Register gezogen und nun Anschuldigungen von Ex-Aufsichtsratschef Carl Ferdinand Oetker auf der Hauptversammlung im vergangenen Sommer nahezu ausgeräumt, sagte Konzernchef Claudio Albrecht auf der Hauptversammlung am Mittwoch.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt hätten ergeben, dass "keine Hinweise auf Betrugsdelikte, Preisgabe von Geschäftsgeheimnissen, Marktmanipulation oder Insiderhandel, auf Unterschlagung, Begünstigung, Diebstahl, Korruption oder eine persönliche Bereicherung zulasten von Stada gefunden worden sind", sagte der Konzernchef in Frankfurt.

Konzernchef bezahlte Schaden aus eigener Tasche

Stada habe die Staatsanwaltschaft im Dezember eingeschaltet und interne Untersuchungen zweier Anwaltskanzleien komplett geteilt, betonte Albrecht. Nur ein Ermittlungsverfahren gegen zwei nicht genannte Personen werde fortgesetzt. Dabei hoffe man auf Einstellung.

Kreisen zufolge geht es dabei um einen Audi Q5, den der langjährige Konzernchef Hartmut Retzlaff einem Berater geschenkt hat. Den Schaden beglich er später aus eigener Tasche. Zudem sei einem Manager unerlaubterweise ein Porsche als Dienstwagen gewährt worden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wollte sich dazu nicht äußern.

Gesellschaftsrechtliche Pflichtverletzungen müssen noch ausgeräumt werden

Zu prüfen ist laut Albrecht zudem, ob es im Management gesellschaftsrechtliche Pflichtverletzungen gegeben habe. Daher wurde die Entlastung von Ex-Konzernchef Matthias Wiedenfels und Ex-Finanzchef Helmut Kraft erneut vertagt - die Aktionäre stimmten dem zu. Mit Entlastungen sprechen sie auf Hauptversammlungen üblicherweise dem Management das Vertrauen aus.

Oetker hatte auf dem Aktionärstreffen 2017 Retzlaff, Wiedenfels und Kraft Beraterverträge ohne Gegenleistungen sowie Unregelmäßigkeiten im Asiengeschäft und Verstöße gegen Rechtsvorschriften vorgeworfen. Wirbel gab es auch um Markenrechte an der Sonnenmilch Ladival, die Retzlaff verkauft hatte. Stada will diese nun zurück erwerben. Die Entlastung der Manager wurde damals vertagt. Wiedenfels hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Interner Machtkampf sorgte für Turbulenzen

Stada hat ein turbulentes Jahr erlebt. Während des Übernahmeringens mit Bain und Cinven lieferten sich Oetker und Wiedenfels einen Machtkampf. Im Zuge dessen trat Wiedenfels ab, Vorstandschefs gaben sich bei Stada die Klinke in die Hand. Auch Albrecht, von vornerein als Übergangschef angetreten, macht im September Platz für Peter Goldschmidt vom US-Konzern Sandoz.

Peter Barth vom Anlegerschutzverein DSW bezeichnete Aufsichtsrat und Vorstand als "Marionette" der Finanzinvestoren, die rund zwei Drittel an Stada halten. Der Konzern habe mit dem Machtkampf zwischen Wiedenfels und Oetker eine "einmalige Zerfleischung" erlebt. Er kritisierte, dass Ex-Aufsichtsratschef Oetker trotz der noch laufenden Untersuchung entlastet werden solle.

Barth monierte auch die Dividende für 2017 von 11 Cent je Aktie - weniger als ein Sechstel als im Vorjahr. "So etwas Unverfrorenes haben wir selten gesehen." Albrecht hatte die Kürzung mit höheren Investitionen in Stada gerechtfertigt. Er will Stada mit Nachahmerprodukten, rezeptfreien Medikamenten und Spezialpharmazeutika neu aufstellen.

Bain und Cinven hatten im Februar einen Gewinnabführungsvertrag mit Stada abgeschlossen. Stada-Aktien werden zudem auf Antrag der Investoren zum 13. Juli aus dem MDax genommen, wie die Deutsche Börse am Dienstag mitteilte. Das soll hohe Berichtspflichten und damit Kosten sparen. Ein Rückzug von der Börse und Herausdrängen von Minderheitsaktionären sei aber nicht geplant, sagte Albrecht.