Stammzellen können bei Herzinsuffizienz helfen

Die Mediziner setzen seit Jahren bei der Therapie verschiedenster Krankheiten große Hoffnungen auf Stammzellen. Doch die Fortschritte sind mühsam. Kleine Lichtblicke bietet eine Rostocker Studie. D

Die Mediziner setzen seit Jahren bei der Therapie verschiedenster Krankheiten große Hoffnungen auf Stammzellen. Doch die Fortschritte sind mühsam. Kleine Lichtblicke bietet eine Rostocker Studie.

Der Einsatz von Stammzellen bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz hat sich nach Ansicht des Rostocker Universitätsmediziners Gustav Steinhoff im Rahmen einer klinischen Studie bislang bewährt. Bisherigen Ergebnissen zufolge konnte die Pumpleistung der Herzen um fünf bis zehn Prozent verbessert werden. “Das hat einen deutlich spürbaren Effekt für die Behandelten”, sagte Steinhoff der Deutschen Presse-Agentur vor einem Fachkongress am 29. und 30. Juni in Berlin. Er ist dort Kongresspräsident.

Die Rostocker Studie laufe mit bislang 80 Patienten. Sollte in dieser sogenannten Phase-3-Studie der Nutzen des Verfahrens bestätigt werden, könnte in etwa zwei Jahren die Zulassung für die Therapie beantragt werden. Steinhoff warnte vor zu großen Erwartungen: “Neue Therapieverfahren brauchen immer Zeit, bis sie zur klinischen Anwendung kommen.”

“Die Stammzellmedizin steckt noch in ihren Anfängen, und das gesamte Potenzial insbesondere bei der Regeneration von Organen wie des Herzens und des Gehirns sind noch nicht abzumessen”, sagte der Direktor der 1. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar in München, Karl-Ludwig Laugwitz. Trotz der Fortschritte etwa in Rostock erfordere es weitere Grundlagenforschung, um sie in die klinische Anwendung am Menschen zu führen.

Im Rostocker Therapieverfahren werden Patienten Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen. Wichtig seien dabei bestimmte Knochenmark-Stammzellen, die die Bildung kleiner Blutgefäße, sogenannter Kapillare, stimulieren. In dem von Steinhoff geleiteten Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie an der Uni Rostock ist es gelungen, diese Zellen zu isolieren. Sie werden dann in das geschädigte Herzgewebe gespritzt. Die Bildung neuer Gefäße sei nachgewiesen, sagte Steinhoff.

Text und Foto: dpa /fw

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