>
Esanum is an online network for approved doctors

Esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

Esanum est la plate-forme médicale sur Internet. Ici, les médecins ont la possibilité de prendre contact avec Une multitude de collègues et de partager des expériences interdisciplinaires. Les discussions portent à la fois sur les Observations de la pratique, ainsi que des nouvelles Et les développements de la pratique médicale quotidienne.

Strategien zur Organspende

Trotz steigendem Bedarf ist die Zahl an Spenderorganen in den letzten Jahren in Deutschland deutlich zurückgegangen. Der Skandal um die Warteleisten-Manipulation hat zwar zu einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung geführt – kann die sinkende Zahl an Spenderorganen aber nicht allein erklären.

Trotz steigendem Bedarf ist die Zahl an Spenderorganen in den letzten Jahren in Deutschland deutlich zurückgegangen.

Der Skandal um die Warteleisten-Manipulation hat zwar zu einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung geführt – kann die sinkende Zahl an Spenderorganen aber nicht allein erklären. Auch die oft angeschuldigte sinkende Zahl an Verkehrsunfällen ist als alleinige Erklärung nicht geeignet, da Verkehrsopfer mit schwerem Schädel-Hirn-Traumata nur einen relativ geringen Anteil der Organspender darstellen.

Im Europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Rate von Organspenden pro 1.000 Todesfälle im letzten Viertel  – niedrigere Raten haben nur Griechenland, Rumänien und Bulgarien. Als positive Beispiele gelten Spanien und neuerdings auch Kroatien, das hohe Transplantationsraten hat und Wartelisten abbauen konnte. Wichtiger Faktor könnte hier sein, dass anders als in Deutschland Transplantationskoordinatoren an den Krankenhäusern mit Intensivstationen von anderen Aufgaben freigestellt sind und zusätzlich finanziert werden. Auch das Vorhalten von Intensivkapazitäten für potenzielle Organspender ist hier anders als deutschen Krankenhäusern kein Verlustgeschäft. Die Professionalisierung der Transplantationskoordinatoren und die sachgerechte Finanzierung der Spenderkrankenhäuser könnten auch in Deutschland zur Verbesserung der Transplantationsraten beitragen.

Ein anderer Unterschied zu einigen europäischen Nachbarländern ist der Umgang mit Lebendspendern. Die Lebendspende einer Niere aus rein altruistischen Gründen ist bei uns verboten, genauso wie Ketten-Lebendspende.

Wir haben mit Prof. Dr. Wilfried Gwinner von der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen an der Medizinischen Hochschule Hannover über mögliche Ursachen der sinkenden Zahl von Organtransplantationen und Verbesserungsmöglichkeiten gesprochen.

(Symposium “Strategien zur Organspende”, 11. 9. 2016, Vorsitz Prof. Dr. Wilfried Gwinner).