Studie zeigt: Wer liest, lebt länger

Wissenschaftler konnten im Rahmen einer zwölfjährigen Beobachtungsperiode zeigen, dass sich das Lesen von Büchern positiv auf die Gesundheit auswirkt. Frei nach dem Motto: Wer liest, lebt länger.

“Lies, um zu leben!”, sagte der französische Schriftsteller Gustave Flaubert einst. Einer neuen Studie zufolge könnte dieses Statement sogar ein Fünkchen Wahrheit verkörpern. Wissenschaftler der Yale University haben untersucht, inwiefern das Lesen von Büchern unsere Gesundheit beeinflusst. Sie sind zu dem Entschluss gekommen, dass das Bücherlesen eine längere Lebensdauer nach sich zieht.

Schon Wissenschaftler der Universitiy of Toronto suggerierten, dass sich das Lesen von Büchern positiv auf unser Verhalten auswirkt: Wer sich mit fiktiver Literatur befasst, hat die Tendenz, empathischer zu sein. Dieser Effekt entsteht dadurch, dass Leser lernen, sich in andere Charaktere hineinzuversetzen, so die Vermutung der Studienautoren.

In der aktuellen Studie, die sich mit der Lebensdauer befasst, wurde das Leseverhalten von 3.635 Frauen und Männern im Alter von 50 Jahren und älter über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinweg evaluiert.

Bücherlesen geht mit einer um 23 Prozent geringeren Sterbewahrscheinlichkeit einher

Die Studienergebnisse zeigen für die zwölfjährige Beobachtungsperiode: Im Vergleich zu Erwachsenen, die keine Bücher lasen, hatten Studienteilnehmer, die in der Woche 3 ½ Stunden lasen, eine um 17 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, zu sterben. Wer sich länger als 3 ½ Stunden mit Büchern befasst hat, verbuchte sogar eine um 23 Prozent geringere Sterbewahrscheinlichkeit.

Im Beobachtungszeitraum lebten Studienteilnehmer, die Bücher lasen, durchschnittlich zwei Jahre länger als Teilnehmer, die keine Bücher lasen.

Die Studienautoren geben an, dass das Lesen von Büchern bei Frauen, Akademikern und Personen mit einem höheren Einkommen am weitesten verbreitet war.

Wer Magazine und Zeitungen gelesen hat, profitierte auch von diesem Effekt, allerdings in einem geringeren Ausmaß.

Auch nach Abgleich von möglichen Störvariablen wie Geschlecht, Alter, Wohlstand, Bildung, Gesundheit und Familienstand, blieben die Ergebnisse der Studie bestehen.

Die Studienergebnisse erklären allerdings nicht, warum das Bücherlesen eine längere Lebensdauer nach sich zieht. Studienautor Levy spekuliert jedoch, dass die Effekte auf kognitive Begünstigungen zurückzuführen sind. Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigte, dass das Lesen die Aktivität der Gehirnzellen steigert.

Diese Ergebnisse müssen natürlich in weiteren Studien validiert werden. Ungeachtet dessen können sich Bücherwürmer weiterhin an ihrer Leidenschaft erfreuen, mit dem Wissen, dass sie etwas Gutes für sich tun.

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