Suizide in Haft durch künstliche Intelligenz verhindern

Selbsttötungen hinter Gittern sind immer eine persönliche Tragödie. Sie sind aber auch Zeugnis des Versagens für den Staat, der das Leben Gefangener in seiner Obhut schützen muss. In NRW soll Künstliche Intelligenz dabei helfen.

Rückläufige Zahl an Selbsttötungen in Gefängnissen

Selbsttötungen hinter Gittern sind immer eine persönliche Tragödie. Sie sind aber auch Zeugnis des Versagens für den Staat, der das Leben Gefangener in seiner Obhut schützen muss. In NRW soll Künstliche Intelligenz dabei helfen.

Künstliche Intelligenz soll künftig in den nordrhein-westfälischen Haftanstalten eingesetzt werden, um Selbstmordversuche früher zu erkennen und zu verhindern. Landesjustizminister Peter Biesenbach (CDU) stellt dazu am 22.10. ein Forschungsprojekt vor, das seinen Angaben zufolge bundesweit einmalig ist. An der Entwicklung einer Software zur Suizidprävention ist eine Firma aus dem sächsischen Chemnitz beteiligt.

In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Selbsttötungen von Gefangenen in nordrhein-westfälischen Haftanstalten rückläufig. Nach Angaben des NRW-Justizministeriums brachten sich hier 2018 elf Gefangene hinter Gittern um - 2017 waren es dreizehn (2016: 19).

Während der Pilotphase sollen im kommenden Jahr gefährdete Gefangene mit Videokameras überwacht werden. Mithilfe künstlicher Intelligenz sollten die "lernenden" Apparate, dann bei suizidverdächtigen Handlungen Alarm schlagen. Da die Augen der Beschäftigten nicht überall sein könnten, setze die Justiz in NRW auf den technischen Fortschritt, erläuterte der Minister. Die künstliche Intelligenz solle die bisherigen Präventivmaßnahmen aber nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Fälle wie der von Amad A. sollen sich nicht wiederholen

Für bundesweite Schlagzeilen hatte der Fall des wegen einer Verwechslung unschuldig inhaftierten Syrers Amad A. gesorgt: Wochenlang hatte der 26-Jährige im niederrheinischen Kleve im Gefängnis wegen eines Diebstahls gesessen, den er nicht begangen hatte. Laut eines externen Sachverständigen legte Amad A. einen Brand in seiner Zelle. Infolge der schweren Verbrennungen war er im September 2018 in einer Klinik gestorben.

Amad A. soll den Ermittlungen zufolge trotz des Feuers eine Viertelstunde in seiner Zelle ausgeharrt haben, bevor er die Gegensprechanlage bediente und das Fenster öffnete. Die genauen Abläufe werden derzeit von einem Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags durchleuchtet.

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