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Therapieansprechen bei axialer Spondyloarthritis

Patienten, die früh auf eine Therapie ansprechen, zeigen langfristig bessere Persistenz Die Erwartungen von Ärzten in eine Behandlung unterscheiden sich oft von denen des Patienten.

Patienten, die früh auf eine Therapie ansprechen, zeigen langfristig bessere Persistenz

Die Erwartungen von Ärzten in eine Behandlung unterscheiden sich oft von denen des Patienten. “Wir haben oft ganz andere Vorstellungen von dem, was für die Patienten wichtig ist”, erklärt Xenofon Baraliakos vom Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne. Für Ärzte ist das Hauptziel letztlich eine anhaltende Remission, Patienten konzentrieren sich oft mehr auf die Verbesserung des Gesamtbefindens, der Vitalfunktionen und die unmittelbare Medikamentenwirkung.

In Bezug auf die Behandlung von axialer Spondyloarthritis (axSpA) mit anti-TNF sind die ersten drei Monate der wichtigste Persistenzprädiktor: je niedriger der “Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI)” nach 3 Monaten Therapie, desto höher sind die Chancen, dass der Patient bei dem Medikament bleibt und dies auch langfristig nutzen wird.”

“Auf diese Weise können wir Persistenz nicht nur erreichen, sondern sogar vorhersagen”, so Baraliakos. Bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis (axSpA) kann man ein Ansprechen bereits nach 1-2 Wochen Therapie sehen. “Je früher wir ein Therapieansprechen sehen, desto besser die langfristigen Therapieaussichten“. Dies wurde in einer Studie mit axSpA-Patienten gezeigt, die mit Infliximab behandelt und dabei für acht Jahre gemonitored wurden: in dieser Studie waren niedrige BASDAI-Level nach 12 Wochen prädiktiv für einer höhere Wahrscheinlichkeit einer partiellen Remission, niedrige Krankheitsaktivität oder einem Behandlungsweiterführung nach 8 Jahren.

“Wir möchten, dass die Patienten länger bei der Behandlung bleiben, weil wir so einen strukturellen Vorteil erlangen könnten und die radiologische Progression verlangsamen. Je länger die Behandlung dauert, desto weniger sichtbare radiologische Veränderungen. Dies konnte in einer Studie gezeigt werden, wo Infliximab mit NSAID verglichen wurde”, erklärt Baraliakos. In ähnlicher Weise konnte bei rheumatoider Arthritis (RA) gezeigt werden, dass ein gutes Ansprechen nach 3 Monaten auch bessere langfristige Wirkung bedeutet.

Gutes Sicherheitsprofil erleichtert Persistenz

Nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die Sicherheit ist wichtig für die Patienten, insbesondere die langfristige. Auf die Therapie mit Golimumab gibt es Nebenwirkungen, aber der Prozentsatz der Patienten, die die Therapie aufgrund von unerwünschten Ereignissen abbrachen, war sehr gering (<10%). Offensichtlich stellen diese Nebenwirkungen kein wesentliches Problem für die Patienten dar.

Die Behandlung mit wirksamen Arzneimitteln hat also einen deutlichen Einfluss auf die Gesellschaft: die Studiendaten zeigen in Bezug auf Präsentismus (selbst verordnete Erscheinungspflicht trotz Krankheit) und Fehlzeiten, dass sich beide Faktoren nach kontinuierlicher Behandlung verringern.

Die hohen Persistenzraten in klinischen Studien wurden auch durch eine italienische Studie untermauert, die während des EULAR präsentiert wurde. Hier wurde Golimumab unter realen Einnahmebedingungen bei Patienten mit RA, Psoriasis-Arthritis und Spondylitis ankylosans untersucht.

Schließlich ist ein wichtiger Faktor, um Persistenz sicherzustellen, die bequeme Medikamenteneinnahme für die Patienten. “Nicht zu vergessen ist die Glaubwürdigkeit des behandelnden Arztes, der ebenso eine große Rolle zukommt”, schloss Baraliakos.

Quelle: Baraliakos X. What is the relevance of persistence on therapy in daily practice for physicians and patients? Symposium “Persistence on therapy: a key factor in the successful management of rheumatic disease”, presented on the 9th of June.