Transitorische ischämische Attacke (TIA) – Experten fordern effiziente Prävention

Um Schlaganfälle zu verhindern, sollte sich der Fokus in der Versorgung mehr auf Patienten richten, die bisher eine TIA erlitten haben. Prof. Daniel Bereczki von der Universität Budapest stellte di

Um Schlaganfälle zu verhindern, sollte sich der Fokus in der Versorgung mehr auf Patienten richten, die bisher eine TIA erlitten haben. Prof. Daniel Bereczki von der Universität Budapest stellte diese Forderung auf dem Kongress der europäischen Akademie der Neurologie in Berlin.

“Die Gesundheitspolitik ist aufgefordert, sich besser um TIA-Patienten in sozioökonomisch schwachen Regionen zu kümmern, denn diese Gruppe hat ein besonders hohes Risiko, in naher Zukunft an einem Schlaganfall zu erkranken,” so Prof. Bereczki.

Das Team von ungarischen Forschern evaluierte Patientendaten der Jahre 2002 bis 2007 für ihre Studie. Die Daten wurden jeweils in den reichsten und ärmsten Bezirken in Budapest erhoben. Ungefähr 4700 Patienten mit der Diagnose TIA wurden gefunden. Man konnte feststellen, dass nur ein Drittel von ihnen (35,4%) hospitalisiert worden waren. In fast einem Viertel der Fälle (23,5%) wurde keine neurologische Untersuchung durchgeführt. Obwohl TIA ein ernstzunehmender Risikofaktor des Apoplex ist. Ein anderer Fakt ist, dass arme Menschen früher an einer TIA leiden als wohlhabende Menschen, und zwar vier Jahre früher. Patienten der wohlhabenderen Bezirke erlitten mit durchschnittlich 66 Jahren ihre erste TIA, Menschen aus ärmeren Bezirken mit 62 Jahren.

“Sozioökonomische Deprivation ist ein bedeutender Risikofaktor für Schlaganfälle und auch für die TIA. Diese Erkenntnis ist äußerst wichtig für die sekundäre Prävention”, folgert Prof. Bereczki.

“Die TIA geht in circa 20 Prozent einem ischämischen Schlaganfall voraus. Das Risiko einen Apoplex zu entwickeln ist in den ersten Tagen nach der TIA besonders hoch. Schnelle Diagnosestellung und eine sorgfältige klinische Untersuchung können effektiv zu einer präventiven Therapie führen. Diese kann das Risiko eines post-TIA Schlaganfalls um 80% senken,” erklärt Prof. Anna Czlonkowska. “Wir wissen, dass Schlaganfälle häufiger in Ländern mit niedrigem Einkommen und ärmeren Regionen vorkommen. Die Beobachtungen von Prof. Bereczki und seinem Team bestätigen diesen Fakt und betonen, dass die Prävention sich besonders an die Menschen richten muss, die mehr vulnerabel sind.”

Text: esanum /ab

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