Überlebenschancen für Krebskranke steigen

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Höhere Ausgaben für das Gesundheitssystem wirken sich positiv aus 

Die Überlebenschancen nach einer Krebsdiagnose steigen in Europa. Das ist das Ergebnis der Studie EUROCARE, die zwischen 1999–2007 die Überlebensdauer von mehr als zehn Millionen Patienten in 29 Ländern fünf Jahre im Anschluss an die Diagnose einer Krebserkrankung analysierte.

Während in Deutschland die Überlebenschancen bei Krebs höher sind als in den meisten anderen Teilen Europas, zeigt sich, dass in den osteuropäischen Ländern die Sterblichkeit generell deutlich höhere Werte annimmt. Allerdings ergibt sich kein einheitliches Bild, denn die Überlebenswahrscheinlichkeit hängt sehr stark von der Art des diagnostizierten Krebses ab. Bei Prostatakrebs, Brustkrebs bei Frauen oder Hautkrebs betragen die Überlebenschancen im europäischen Durchschnitt mehr als 80 Prozent. Bei Magenkrebs mit 25,1 Prozent und Lungenkrebs mit nur 13 Prozent sind die Chancen auf eine längere Lebensdauer deutlich geringer. Hier sind die Abweichungen in den untersuchten Ländern generell niedriger, weil der medizinische Fortschritt bisher kaum Möglichkeiten einer dauerhaften effektiven Behandlung hervorgebracht hat.

Mit Blick auf Deutschland ergeben sich ebenfalls deutliche Unterschiede abhängig von der Krebsart. Bei Darmkrebs lagen die Deutschen mit Überlebenschancen von über 62 Prozent an der europäischen Spitze; bei Brustkrebs waren nach diesem Zeitraum noch 84 Prozent der Frauen am Leben, im Vergleich zu 74 Prozent in Osteuropa. Besonders schlechte Aussichten hatten in Deutschland Menschen mit Lungenkrebs. Nach fünf Jahren lebten nur noch 16 Prozent der Patienten. Bei Magenkrebs waren es noch 31,1 Prozent.

Fest steht für die Wissenschaftlicher, dass die Unterschiede sehr stark vom Lebensstil sowie der Höhe der Ausgaben im Gesundheitswesen abhängen. Liegen diese Zahlen pro Kopf höher, lassen sich in diesem Bereich der Spitzenmedizin größere Überlebenschance nachweisen. Doch auch Vorsorgeuntersuchungen und deren Institutionalisierung würden eine Rolle spielen, da so Diagnosen früher getroffen werden könnten. Dänemark, Großbritannien und Irland hätten hier Defizite. Auch die Struktur des Gesundheitssystems wirke sich unmittelbar aus.

Auszüge aus der Studie finden Sie hier:

//press.thelancet.com/EUROCARE1.pdf

Update:

Die WHO hat bekannt gegeben, dass die Zahl neu diagnostizierter Krebsfälle zwischen 2008 und 2012 weltweit stark gestiegen ist. 2012 wurden bei 14,1 Millionen Menschen Krebs festgestellt – elf Prozent mehr als vier Jahre zuvor. Die Hauptgründe seien die wachsende Weltbevölkerung und die alternde Gesellschaft.

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