Uni Rostock hilft kranken Kreuzfahrern per Satellit

Mehrere Tausend Menschen urlauben oder arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff. Da kommt es manchmal auch zu schweren Erkrankungen. Die Ärzte auf Aida-Schiffen können sich nun Rat bei Spezialisten der Uniklinik Rostock holen.

Kranke Passagiere auf Aida-Kreuzfahrtschiffen können künftig dank einer neuen Kooperation der Reederei mit der Universitätsmedizin Rostock besser betreut werden. “Über eine Satellitenverbindung stehen die Bordärzte der elf Aida-Schiffe mit Radiologen der Uniklinik in Kontakt”, sagte Jens Tülsner, bei Aida Cruises für die medizinische Versorgung der Passagiere verantwortlich, am Dienstag in Rostock. Die Aida-Schiffe sind weltweit unterwegs.

Die Bordmediziner könnten so etwa rund um die Uhr Röntgenbilder senden, Telefonkonferenzen einberufen und sich bei Diagnosen austauschen. Bisherigen Erfahrungen zufolge sei im Schnitt mit zwei Fällen pro Woche zu rechnen, bei denen die Rostocker Klinik miteinbezogen wird.

Die teleradiologische Kooperation mit Kreuzfahrtschiffen sei einzigartig in Deutschland. “Die probieren das auf dieser Ebene jetzt mit uns aus”, sagte der kaufmännische Vorstand der Uniklinik, Harald Jeguschke. Er hoffe nun auf die Erweiterung der Zusammenarbeit mit der Costa-Gruppe, zu der Aida Cruises mit Sitz in Rostock gehört.

Auf Aida-Kreuzfahrtschiffen sind den Angaben zufolge immer zwei Ärzte und mehrere Pfleger. Sie betreuen Passagiere, die im Mittel 49 bis 50 Jahre alt sind. “Die Altersstruktur reicht vom Kleinkind bis zum Hochbetagten”, erläuterte Tülsner. Das führe zu typischen Erkrankungen. “Das ist bei uns nicht anders als landseitig.” Während Kinder meist mit Verletzungen in die Krankenstationen kommen, treten im höheren Alter häufiger internistische Erkrankungen wie Lungenerkrankungen auf. Bei anderen Erkrankungen wie akuten Bauchschmerzen würden die Bordärzte eher den Weg zu einer lokalen Klinik suchen.

Bordärzte könnten bis zu einem bestimmten Schwierigkeitsgrad die Diagnosen stellen und die Therapie einleiten, sagte der ärztliche Vorstand der Uniklinik, Christian Schmidt. “Ab einem bestimmten Level der Erkrankung holen sie sich in Rostock die Zweitmeinung und können dann therapieren.” Von Bedeutung sei, dass dann der gesamte eingespielte Apparat einer Universitätsklinik zur Verfügung steht.

Dabei seien die Krankenstationen der Schiffe selbst ausgestattet wie ein kleines Kreiskrankenhaus. Das Personal werde von den Rostocker Experten geschult, damit sie etwa Röntgenbilder in hoher Qualität erstellen können. Ziel sei es, langfristig das universitäre Spezialwissen auf jedes Schiff der Aida-Flotte zu bringen, erklärte Schmidt. Die radiologische Abteilung mache dabei den Anfang.

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