Wassergeburten sind nicht riskanter als normale Geburten

Ein amerikanisches Forschungsteam konnte im Rahmen einer aktuellen Studie nachweisen, dass bei Wassergeburten im Vergleich zu regulären Geburten kein erhöhtes Risiko vorliegt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten außerdem erkennen, dass es bei den "Wassergebärenden" zu weniger Vaginalrissen ersten und zweiten Grades kam.

Keine Unterschiede hinsichtlich Nachgeburtsblutungen und Einlieferungen auf Intensivstationen

Ein amerikanisches Forschungsteam konnte im Rahmen einer aktuellen Studie nachweisen, dass bei Wassergeburten im Vergleich zu regulären Geburten kein erhöhtes Risiko vorliegt. Die WissenschaftlerInnen konnten außerdem erkennen, dass es bei den "Wassergebärenden" zu weniger Vaginalrissen ersten und zweiten Grades kam.

Eine Forschungsgruppe von der University of Michigan wertete im Rahmen der aktuellen Publikation Informationen zu 397 Wassergeburten und 2.025 regulären Geburten zweier australischer Hebammenpraxen aus. Dabei konnte das Team keine Unterschiede hinsichtlich Einlieferungen auf Neonatalogische Intensivstationen oder der Häufigkeit von Nachgeburtsblutungen erkennen.

Für die Studie wurden zudem 438 Frauen ausgewählt (N = 219 pro Gruppe), von denen 42% erstmals schwanger waren. Die ForscherInnen erkannten weder in der durchschnittlichen Dauer der ersten und zweiten Geburtsphase noch beim Blutverlust durch Nachgeburtsblutungen Unterschiede.

Zufriedenheitslevel bei Wassergeburten sollte genauer erfasst werden

Anders als in der Kontrollgruppe war bei den Wassergeburten kein Dammschnitt notwendig. Zwar wiesen mehr Babys unmittelbar nach Wassergeburten einen Apgar-Score von 7 oder weniger auf, nach 5 Minuten ließen sich hier allerdings keine Unterschiede mehr erkennen.

Professor Lisa Kane Low, die leitende Studienverfasserin merkte an: "Die Ergebnisse zeigen es deutlich: Bei Nutzung der richtigen Technik, sind die Resultate für Wassergeburten sehr gut. Unsere Ergebnisse spiegeln wieder, was auch viele internationale Studien zur Thematik erkennen lassen." Ruth Zielinski, eine Mitverfasserin der Studie, empfahl, mehr Kliniken sollten die Möglichkeit der Wassergeburt anbieten und bessere Richtlinien für die Durchführung erstellen. Ihrer Ansicht nach werden dringend weitere Studien benötigt, um das Zufriedenheitslevel von Frauen bei Wassergeburten genauer zu erfassen.

Quelle:
Menakaya U et al., A retrospective comparison of water birth and conventional vaginal birth among women deemed to be low risk in a secondary level hospital in Austria. Women and Birth 2013; 26 (2): 114; doi:10.1016/j.wombi.2012.10.002

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