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Wer sich rasiert, hat ein deutlich höheres Risiko für Syphilis und Co.

Eine neue Studie zeigt: Die Entfernung der Intimbehaarung zieht ein erhöhtes Risiko für Geschlechtskrankheiten nach sich.

Man könnte fast sagen, die Intimrasur sei bis in die 1990er Jahre verpönt gewesen. Heutzutage stellt sie allerdings bei vielen die Norm dar. Beweggründe sind vor allem das Streben nach maximaler Ästhetik. Hat dieser Wandel einen Einfluss auf unsere Sexualgesundheit? Dieser Frage haben sich nun amerikanische Wissenschaftler angenommen, sie untersuchten, inwiefern sich die Intimbehaarung auf das Risiko für Geschlechtskrankheiten auswirkt.

Insgesamt wurden 14.000 Probanden im Alter von 16 bis 65 Jahren untersucht. Sie wurden befragt, ob und wie oft sie sich die Intimhaare entfernen und darüber hinaus, welcher Umfang die Haarentfernung hat; zum Beispiel ob die Haare gekürzt oder komplett entfernt wurden. Teilnehmer, die sich häufiger als elf Mal im Jahr einer Haarentfernung im Intimbereich unterzogen, wurden von den Studienautoren als “häufige Trimmer” klassifiziert. Wer sich die Intimhaare täglich oder wöchentlich entfernte, galt als “extremer Trimmer”.

Von den Studienteilnehmern gaben 74 Prozent an, sich die Haare im Intimbereich zu kürzen oder ganz zu entfernen – Frauen waren hier deutlich in der Überzahl. Unter den 74 Prozent waren 17 Prozent “häufige Trimmer”, 22 Prozent “extreme Trimmer” und zehn Prozent fielen in beide Kategorien. Mindestens eine Geschlechtskrankheit hatten 943 Probanden. Der Fokus wurde hier auf Syphilis, Chlamydien, HPV, Tripper und Filzläuse gelegt.

Haarentfernung erhöht das Risiko für Geschlechtskrankheiten um 80 Prozent

Die Studienergebnisse zeigen: Jede Art von “Trimmer” hat im Durchschnitt ein um 80 Prozent höheres Risiko für Geschlechtskrankheiten, im Vergleich zu Studienteilnehmern, die ihre Intimbehaarung nicht stutzen oder entfernen. Erwartungsgemäß spielte auch die Häufigkeit eine wichtige Rolle: “Häufige” und “extreme Trimmer” unterlagen dem größten Risiko.

Wie lässt sich dieses Phänomen erklären? Die Forscher gehen davon aus, dass durch die Prozedur der Haarentfernung kleine Risse an der Haut hinterlassen werden. Durch diese Risse hätten Viren und Bakterien ein leichteres Spiel einzudringen.

So gesehen hätte es also Vorteile, sich nicht zu rasieren. Allerdings hat die Medaille auch eine Kehrseite. Es stellte sich nämlich heraus, dass Teilnehmer, die sich nur geringfügig bis gar nicht die Intimhaare entfernen, ein doppelt so hohes Risiko für Filzläuse haben. Ein Ergebnis, das logisch erscheint, denn wenn keine Intimbehaarung vorhanden ist, haben die Filzläuse geringere Chancen, sich in diesem Bereich einzunisten.

Der Verzicht auf eine Intimrasur ist kein zuverlässiger Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Auf der anderen Seite ist es allerdings schon naheliegend, dass ein Zusammenhang zwischen Filzläusen und Intimbehaarung besteht. Anfang der 2000er entfernte sich einer Umfrage zufolge knapp ein Drittel die Intimhaare, bis 2013 stieg der Anteil auf mehr als 85 Prozent an. Gleichzeitig konnte beobachtet werden, dass der Anteil der Filzläuse-Patienten gesunken ist – von 1,8 Prozent auf 0,07 Prozent.

Die Erkenntnisse müssen in weiteren Untersuchungen validiert werden. Safer Sex bleibt nach wie vor das oberste Gebot.