WHO Europa würdigt Arbeit von Gesundheitspersonal in Corona-Krise

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Arbeit von Pflegepersonal, Ärzteschaft und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitssektors im Corona-Kampf gewürdigt.

Arbeitende im Gesundheits- und Sozialsektor sind HeldInnen der COVID-19-Pandemie

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Arbeit von Pflegepersonal, Ärzteschaft und weiteren Mitarbeitenden des Gesundheitssektors im Corona-Kampf gewürdigt. "Wie in jeder Katastrophe haben wir Opfer und Helden", sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge zum Auftakt der diesjährigen Hauptversammlung der in Kopenhagen ansässigen WHO Europa.

Während er den Betroffenen sowie hart getroffenen Gemeinden und Ländern seine Anteilnahme ausspreche, wolle er auch die Leistungen vieler KämpferInnen an vorderster Front unterstreichen, sagte Kluge.

"Die Helden sind ohne Zweifel die Gesundheits- und Sozialarbeiter, die ihr eigenes Leben geopfert haben, um die Gesellschaft zu schützen", sagte Kluge. Auch andere wie etwa die Lehrerschaft verdienten seinen tiefsten Respekt dafür, die Gesellschaft trotz der Pandemie am Laufen gehalten zu haben.

Bislang 225.000 Menschen im europäischen Raum im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben

Bei der 70. Jahresversammlung der WHO Europa wollten Personen aus den Gesundheitsministerien und andere hochrangige Vertretende der 53 Mitgliedstaaten der Region unter anderem über die Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie sprechen. Am Nachmittag des 14.09. sollte auch über einen neuen Fünf-Jahres-Arbeitsplan diskutiert und abgestimmt werden. Wegen der Corona-Pandemie findet die zweitägige Versammlung in diesem Jahr digital und mit reduziertem Programm statt.

Seit Beginn der Pandemie starben in der europäischen Region laut Kluge bis zum 13.09.2020 rund 225.000 Menschen im Zusammenhang mit COVID-19, bei knapp 4,8 Millionen Menschen wurde eine Infektion nachgewiesen.

Stärken und Schwächen Europas

Die Pandemie habe Stärken und Schwächen Europas offenbart, sagte Kluge. Die Länder hätten im Kampf gegen COVID-19 unter anderem mehr und mehr auf subnationaler Ebene miteinander zusammengearbeitet. Die Lektionen, die man in der Pandemie gelernt habe - etwa Wege aus einem nationalen Lockdown - seien dabei nicht bloß für die Zukunft wichtig, sondern bereits heute, sagte Kluge. "Wir müssen Lektionen für die Gegenwart lernen." Der Kampf gegen Corona sei dabei kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus wies darauf hin, dass die durchschnittliche Zahl täglicher Neuinfektionen in Europa heute höher sei als während der ersten Hochphase im März. Derzeit gebe es glücklicherweise relativ wenige COVID-19-Todesfälle. "Aber jeder Tod ist eine Tragödie." Anstatt bloß auf einen Impfstoff zu warten, müsse man mit den Maßnahmen arbeiten, über die man bereits verfüge. Abstandhalten, Handhygiene und Masken könnten helfen, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken - und so Leben zu retten.

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