WHO kritisiert Gesundheitsüberprüfung in europäischen Gefängnissen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist der Ansicht, dass in den Gefängnissen Europas zu wenig für die Gesundheit der Insassen getan wird. Generell sei die Gesundheitsbeobachtung und -überprüfung in den Haftanstalten schwach.

Schwache Gesundheitsüberprüfung und -beobachtung bei Insassen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist der Ansicht, dass in den Gefängnissen Europas zu wenig für die Gesundheit der Insassen getan wird. Generell sei die Gesundheitsbeobachtung und -überprüfung in den Haftanstalten schwach, teilte das europäische WHO-Regionalbüro bei der Veröffentlichung eines neuen Berichts zu dem Thema in Kopenhagen mit.

Haftzeiten böten den Ländern eine Gelegenheit, um verschiedene Krankheiten zu bekämpfen. Die Gesundheit der Insassen zu ignorieren werde später zu hohen Kosten für die Gesellschaft führen.

Es müsse sichergestellt werden, dass bei der Gesundheitsversorgung niemand zurückgelassen werde, erklärte Bente Mikkelsen vom WHO-Regionalbüro Europa. "Eine Haftstrafe nimmt einer Person ihre Freiheit. Sie sollte ihr nicht auch noch ihre Gesundheit und ihr Recht auf Gesundheit nehmen."

Enorme gesundheitliche Unterschiede bei Häftlingen und Menschen in Freiheit

Die WHO hat sich für ihren Bericht die Gesundheitssysteme von 39 von 53 Ländern der Region Europa angeschaut, aus denen sie für den Zeitraum zwischen 2016 und 2017 Informationen erhalten hat, darunter auch Deutschland. Diese Daten zeigten einen enormen Unterschied zwischen der allgemeinen Gesundheitslage der Menschen in den Gefängnissen und der Außenwelt, hieß es in dem Bericht. Physische und psychische Erkrankungen kämen hinter Gittern weit häufiger vor als außerhalb. Weniger als die Hälfte der europäischen Länder testeten demnach neue Insassen auf Alkoholmissbrauch.

Schätzungsweise sechs Millionen Menschen werden nach WHO-Angaben jedes Jahr in Gefängnissen der Region inhaftiert, die meisten kommen relativ zeitnah wieder auf freien Fuß. Zu Europa zählt die Behörde neben den EU- und EWR-Ländern auch frühere Sowjetstaaten.

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