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Wie unzufrieden sind wir? Verdienen wir genug?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,heute mal ein nichtfachliches, aber ernstes Thema. Denn beim Geld hört ja bekanntlich der Spaß auf. Manchmal hat man den Eindruck, dass das im Gesundheitswesen ganz besonders der Fall ist. Wobei hauptsächlich von Funktionären und anderen Interessenvertretern laut über Geld geredet wird.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute mal ein nichtfachliches, aber ernstes Thema. Denn beim Geld hört ja bekanntlich der Spaß auf. Manchmal hat man den Eindruck, dass das im Gesundheitswesen ganz besonders der Fall ist. Wobei hauptsächlich von Funktionären und anderen Interessenvertretern laut über Geld geredet wird.

Aktuelle Botschaften des Hartmannbund-Vorsitzenden

Der Vorsitzende des Hartmannbundes und Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Klaus Reinhardt hat am Wochenende in einer Rede einiges vom Stapel gelassen. So steht es jedenfalls in der Ärzte Zeitung1. Wir geben mal wieder, welche Kernbotschaften bei uns angekommen sind:

Faktencheck

Funktionäre reden viel, wenn der Tag lang ist, schon klar. Auch über den grundsätzlichen Wert der Ärzteverbände kann man durchaus geteilter Meinung sein. Als Stimulus, um sich mal ein paar Fragen zu stellen, taugen Reinhardts Aussagen aber schon.

Die Antworten zu recherchieren, ist auf die Schnelle gar nicht so einfach. Vor allem nicht, wenn die Daten halbwegs aktuell sein sollen. Die im Folgenden zitierten Fakten haben wir aus verschiedenen Quellen, vor allem der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer, gesogen. Da gibt es viele Quellen, schließlich hat die Selbstverwaltung ja enorme finanzielle Ressourcen zur Verfügung …

Ist die Einzelpraxis ein Auslaufmodell?

Totgesagte leben länger, heißt es. Und das trifft offensichtlich auch auf die ärztliche Einzelpraxis zu. Mit 58% ist sie, einer „groß angelegten“ KBV-Befragung aus dem Jahr 2012 zufolge, immer noch die am häufigsten gewählte Form der Niederlassung2. Von den in Deutschland niedergelassenen Ärzten arbeiten fast 60% in einer Einzelpraxis. Der Rest findet sich zu 82% in Gemeinschaftspraxen und zu 18% in MVZs.

Die Anzahl der Einzelpraxen beziffert die KBV in einer Grafik auf 81.735 (vermutlich für das Jahr 2013, das ist nicht klar ausgewiesen). Bei einer angeblich repräsentativen Erhebung des Statistischen Bundesamtes wurden allerdings im Jahr 2011 deutschlandweit 53.701 Einzelarztpraxen gezählt3. Nichts genaues weiß man nicht, anscheinend.

Die Zahl der angestellten Ärzte hat sich im vergangenen Jahrzehnt übrigens mehr als verdreifacht. Im ambulanten Bereich arbeiten jetzt fast 30.000 Ärzte auf Anstellungsbasis, das ist etwa jeder fünfte4.

Wie entwickelt sich das Honorar – bei den Pneumologen?

Gut, aber unterschiedlich. Im September haben die KBV und der GKV-Spitzenverband verkündet5: 2017 steigt das ärztliche Gesamthonorar um 815 Millionen Euro, 15 Millionen mehr als beim Honorarzuwachs für 2016. Davon betreffen 315 Mio. Euro den Orientierungswert, 170 Mio. Euro die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung und 350 Mio. Euro extrabudgetäre Leitungen wie Vorsorgeuntersuchungen. Über die Umsetzung und die regionalen Anpassungen wird in den 17 KV-Regionen verhandelt.

Gönnen wir uns nach diesem summarischen Höhenflug noch einen kurzen, aber semi-differenzierten Blick auf die pneumologische Honorarentwicklung. Der aktuellste verfügbare Honorarbericht der KBV6 beleuchtet das vierte Quartal 2014. In diesem ist der Honorarumsatz je Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,0% bzw. um 2.528 Euro auf 83.158 Euro gesunken. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall verschlechterte sich 2,6% bzw. um 1,82 Euro auf 67,50 Euro. Alles im Bundesdurchschnitt, versteht sich.

Trotzdem sind wir vergleichweise glücklich…

Minus ist immer unschön, zum Einstimmen in das „hohe Lied der ärztlichen Verarmung“ dürfte in den meisten Fällen dennoch kein Grund bestehen. Jedenfalls ist laut der schon zitierten KBV-Umfrage die Berufszufriedenheit unter den ambulant tätigen Ärzten deutlich höher als im Bevölkerungsschnitt. Und das bei einer Arbeitszeit von knapp 55 Wochenstunden, wovon ein Viertel auf patientenferne Tätigkeiten wie Verwaltungskram und Fortbildungen entfällt. „Mehr als 90% aller niedergelassenen Ärzte sind der Ansicht, dass ihre Arbeit nützlich und sinnvoll ist – und dass sie Spaß macht“, so die KBV2. Wir hoffen, Sie stimmen dem zu.

Referenzen:

  1. //www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/923106/reinhardt-singe-lied-aerztlichen-verarmung-nicht.html
  1. www.lass-dich-nieder.de/antworten/zahlen-fakten.html
  1. //de.statista.com/statistik/daten/studie/281510/umfrage/anzahl-der-arztpraxen-und-praxisinhaber-in-deutschland-nach-praxisform/
  1. //www.bundesaerztekammer.de/ueber-uns/aerztestatistik/aerztestatistik-2015/ambulant-taetige-aerzte/
  1. www.aerzteblatt.de/nachrichten/70618/Honorarabschluss-fuer-2017-815-Millionen-Euro-mehr-fuer-Versorgung
  1. //www.kbv.de/media/sp/Honorarbericht_Quartal_4_2014.pdf