Herausforderungen und Erfolge der HIV-Therapie

Ein Überblicksartikel zeigt nun Fortschritte und Herausforderungen der HIV-Therapie, gerade hinsichtlich der Wirkstoffe konnten enorme Erfolge erzielt werden.

Ein besseres Verständnis der HIV-Latenz ist der Schlüssel zur Eliminierung des Virus, schreiben Wissenschaftler an der Universität von North Carolina (UNC) und ihre Partnerinstitute in einem Überblicksartikel, der im Magazin Science veröffentlich wurde. Weltweit leben 37 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion. Eine Heilung scheint aufgrund der Viruslatenz unerreichbar zu sein – eine Phase, in der das Virus überlebt, aber im Körper des Infizierten schlummert und sich so einem Angriff durch das Immunsystem entzieht.

Mit Sitz an der UNC versucht die Collaboratory of AIDS Researchers for Eradication (CARE) ihrer sogenannten “kick and kill”-Strategie Gültigkeit zu verleihen und sie zu implementieren, mit dem Ziel, HIV-Infektionen zu heilen. Dieser Handlungsansatz beinhaltet die Aktivierung des sich in der Latenz befindlichen Virus und die gleichzeitige Stimulierung des Immunsystems, um das HI-Virus zu identifizieren und auszulöschen. In der Übersichtsarbeit diskutieren die Wissenschaftler ihre Fortschritte, die sie bezüglich der Latenzphase des Virus in den letzten fünf Jahren gemacht haben, und die Herausforderungen, die das Forscherteam aus dem Universitätsbetrieb und der Industrie – von der UNC, der Duke University, Merck, GlaxoSmithKline, der Universität von Kalifornien in San Diego, der Emory Universität, MacroGenics und anderen Institutionen – als nächsten Schritt in Richtung HIV-Heilung noch zu bewältigen haben.

Enorme Fortschritte hinsichtlich der Erforschung von Wirkstoffen

“Wir haben viel gelernt, Fortschritte gemacht, und nun hoffen wir, dass wir die Werkzeuge haben, um gegen das hartnäckige Virus anzukommen, das sich so ausdauernd im Körper der Infizierten hält und dafür sorgt, dass sie ein Leben lang antiviral wirksame Medikamente einnehmen müssen”, sagte David Margolis, Arzt, Professor für Humanmedizin an der UNC und Forschungsleiter des CARE-Programms.

Das Team hat enorme Fortschritte hinsichtlich der Erforschung von Wirkstoffen gemacht, die die Latenz (latency reversing agents / LRAs) aufheben sollen. Vier klinische Studien haben ergeben, dass Histon-Deacetylase-Inhibitoren die effektivsten LRAs sind, weil sie die HIV1-RNA in Zellen aktivieren. Die Forscher haben auch Zellen von Patienten mit HIV-Infektion untersucht und herausgefunden, dass eine fortlaufend dosierte Gabe der LRAs nötig ist, um die Latenzphase des Virus zu unterbrechen.

Fragen, die die Forschergruppe in den kommenden fünf Jahren gern beantworten würde, schließen die Untersuchung zu einer möglichen viralen Proteinexpression durch die LRAs auf der Oberfläche infizierter Zellen ein, und darüber hinaus die Klärung der Frage, ob die Kombination der LRAs mit immuntherapeutischen Interventionen gegen die langwierigen, latenten HI-Infektionen wirksam gemacht werden kann.

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