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Ernährungswissenschaftler untersuchen positive Wirkung von Nüssen

Das Knabbern von Nüssen gilt als förderlich für die Gesundheit - vor allem mit Blick auf ein geringeres Risiko für Krebs und Herzerkrankungen.

Ernährungswissenschaftler der Universität Jena haben sich nun auf Spurensuche begeben, worin diese Wirkung beruht. Demnach kurbeln Nüsse die körpereigene Abwehr gegen sogenannte freie Radikale an - Sauerstoffverbindungen, die Zellen schädigen und Krebs begünstigen können. Insbesondere wurde beobachtet, dass die Schutzenzyme Katalase und Superoxiddismutase in Darmzellen anstiegen, die mit Verdauungsprodukten von Nüssen behandelt wurden. Über ihre Studie berichten die Forscher im Magazin Molecular Carcinogenesis.

In ihre Studie einbezogen haben die Wissenschaftler unbehandelte Macadamia-, Hasel- und Walnüsse sowie Mandeln und Pistazien. Sie wurden den Angaben nach künstlich verdaut und die dabei entstandenen Stoffe an normale sowie bereits vorbelasteten, aber noch nicht völlig entarteten Darmzellen getestet. Die positive Wirkung habe sich bei allen Nusssorten nachweisen lassen. Welche Inhaltsstoffe konkret dafür verantwortlich seien, sei aber schwierig zu sagen, erklärte Autorin Wiebke Schlörmann am Montag.

Fachorganisationen empfehlen, etwa 25 bis 30 Gramm Nüsse am Tag zu essen, erläuterte die Ernährungswissenschaftlerin. Nun wollen die Forscher weiter herausfinden, wie sich die positiven Effekte des Nuss-Konsums etwa durch das Rösten der Nüsse verändern.