Zahl der Drogentoten in Berlin steigt 2018 erneut an

Spritzenautomaten, Drogenkonsumräume, Streetworker: Die Angebote der Suchthilfe in Berlin sind vielfältig. Dennoch stirbt im Schnitt häufiger als jeden zweiten Tag ein Mensch an den Folgen illegaler Drogen.

Kokain an zweiter Stelle nach Heroin 

Spritzenautomaten, Drogenkonsumräume, Streetworker: Die Angebote der Suchthilfe in Berlin sind vielfältig. Dennoch stirbt im Schnitt häufiger als jeden zweiten Tag ein Mensch an den Folgen illegaler Drogen.

Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der Drogentoten in Berlin erneut gestiegen. Im vergangenen Jahr starben 191 Menschen in der Hauptstadt an Folgen ihres Rauschmittelkonsums, 23 mehr als 2017. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) hervor. Damit hat die Zahl der Drogentoten in Berlin in den vergangenen Jahren wieder deutlich zugenommen. Der niedrigste Wert seit 2008 lag im Jahr 2012 bei 113 Toten. 2015 waren es 153.

Bundesweit blieb die Zahl der Drogentoten im Vorjahr mit 1.276 fast konstant. Hintergrund waren wie schon in früheren Jahren meistens Überdosen von Opioiden wie Heroin. Kokain folgt in Berlin an zweiter Stelle. Mortler mahnte angesichts wachsender Herausforderungen eine auskömmliche Finanzierung der kommunalen Suchthilfe an. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen sprach am Mittwoch von einer "gravierenden Unterfinanzierung" der Suchtberatungsstellen.

80 Prozent sind Männer um die 40

Die Verstorbenen in Berlin waren in mehr als 80 Prozent der Fälle männlich und im Schnitt knapp 40 Jahre alt. "Am häufigsten wurden die Drogentoten in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln aufgefunden, ein Hinweis darauf, dass diese Bezirke sehr stark durch Drogenkonsum belastet sind", erklärte eine Sprecherin der Berliner Gesundheitsverwaltung. Rund zwei Drittel der Menschen, die die Sucht nach illegalen Drogen ihr Leben kostete, seien Deutsche.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung plane in den nächsten Jahren einen Ausbau der niedrigschwelligen Hilfen für Drogenabhängige, erklärte die Sprecherin weiter. Dafür sei man allerdings auf weitere Mittel im nächsten Doppelhaushalt und auf das Finden geeigneter Immobilien angewiesen.

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