Zahl der Operationen bei Rückenschmerzen nimmt zu

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Hexenschuss, Ischias oder ein Bandscheibenvorfall – Rückenprobleme hat ab einem bestimmten Alter fast jeder. In Thüringen nimmt die Zahl der Operierten zu. Die Ursache ist unklar.

Rückenprobleme werden auch in Thüringen nach Daten von Krankenkassen immer häufiger mit Operationen angegangen. Allein die AOK Plus verzeichnete bei Wirbelsäulenoperationen innerhalb von fünf Jahren eine Steigerungsrate von fast einem Drittel. 2014 lagen demnach rund 10 700 Thüringer AOK-Versicherte auf den Operationstischen von Wirbelsäulenchirurgen oder Orthopäden – im Jahr 2009 waren es lediglich 8300. Ähnlich fällt die Entwicklung bei der Barmer GEK aus. Die Kassen sehen diese Entwicklung kritisch, wie sie kurz vor dem bundesweiten Tag der Rückengesundheit (15. März) angeben.

Bei der Barmer GEK nähern sich Bandscheiben-, Wirbelkörper- und andere Wirbelsäulen-OPs den Top Ten der häufigsten Eingriffe. Allein 2013 kamen mehr als 2400 Versicherte dieser Krankenkasse wegen Rückenproblemen unters Messer. Mit einer zunehmend alternden Bevölkerung, die sich mit Bandscheibenverschleiß oder Wirbelbrüchen durch Osteoporose plagt, haben die steigenden Zahlen den Kassen zufolge jedoch nur bedingt zu tun – zumal auch die Zahl der Operationen insgesamt stetig zunimmt.

Bei zwei Dritteln der Operationen sei die Ursache nicht klar, sagte Rainer Striebel, Vorstandschef der AOK Plus. “Man muss sich schon fragen, warum ausgerechnet solche planbaren und kostenintensiven Operationen wie die an der Wirbelsäule stärker zunehmen als andere Eingriffe”, sagte Barmer GEK-Sprecher Robert Büssow.

Die Landeskrankenhausgesellschaft sieht dagegen in Vergütungsanreizen für Krankenhäuser nicht den Hauptgrund für die Zunahme von Rückenoperationen. “Die Kliniken sind das letzte Glied in der Kette, wenn der niedergelassene Arzt austherapiert hat”, sagte Vize-Geschäftsführer Norbert Uhlenkamp.

In Thüringen wird auch insgesamt mehr operiert. Die Gesamtzahl der Operationen stieg laut amtlicher Statistik zwischen 2005 und 2013 um rund 100 000 auf mehr als 452 000. Ein Viertel davon waren Eingriffe am Bewegungsapparat. Gesamtzahlen für 2014 liegen noch nicht vor. Ein spezifisches Thüringer Problem ist diese Entwicklung nicht. Laut statistischem Bundesamt nahm die Zahl der Eingriffe bundesweit zwischen 2005 und 2013 um 30 Prozent zu.

Text: dpa /fw

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