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Gute Diabetologie gelingt nur gemeinsam!

"Gemeinsam in die Zukunft" – beim Diabetes Kongress gilt dieses Motto einmal im Jahr, auf esanum.de täglich.

Was ist die größte und beste Informationsquelle über Diabetes mellitus in Deutschland? Der Diabetes Kongress 2018, den man deshalb auch nicht verpassen sollte. Das meint jedenfalls Prof. Jochen Seufert, Diabetologie-Chef am Universitätsklinikum Freiburg. Kein Wunder, schließlich ist er in diesem Jahr der Kongresspräsident. Im Trailer auf der Kongress-Homepage wirbt er für die größte Jahresveranstaltung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Diabetes Kongress: Riesenevent mit über 7.000 Besuchern

Das mit dem "größte" dürfte schon mal stimmen: 7.000 bis 8.000 Besucher werden vom 9. bis 12. Mai im CityCube Berlin auf dem Messegelände am Funkturm erwartet. Der Diabetes Kongress findet dort bereits zum dritten Mal statt. Die Vielfalt und Qualität des Kongressprogramms (hier als PDF-Download) ist natürlich auch herausragend. Was gerade aktuell und angesagt ist, wird dort diskutiert werden, ob auf dem Podium oder in den Pausen. Der Kongress ist zudem deutlich mehr als eine Informationsquelle, er ist auch ein Ort der Begegnung, des Wiedersehens, des Kennenlernens und des Austauschs. Deshalb funktioniert dieses analoge Format auch im Digitalzeitalter immer noch so gut.

Apropos digital: Die Digitalisierung war schon – wenig überraschend – beim letztjährigen Diabetes Kongress in Hamburg ein Themenschwerpunkt und ist es in diesem Jahr wieder. "Digitalisierungsprozesse – wo geht die Reise hin?" lautet einer der vier Themenschwerpunkte. Die anderen drei sind: „Der Mensch mit Diabetes im Mittelpunkt – praktische Relevanz neuer Studiendaten – individualisierte Therapiestrategien“, „Grundlagenwissenschaft und translationale Forschung – was bringt die Zukunft?“ und „Versorgungsforschung – was leistet sie für den klinischen Fortschritt?“.

Motto: "Wissenschaft und klinischer Fortschritt – gemeinsam in die Zukunft"

Vor einem Jahr hieß das Kongressmotto "Fortschritt für unsere Patienten" und wir haben Sie gefragt, was das für Sie bedeutet. Ihre Antworten waren erfreulich zahlreich und zu einem wesentlichen Teil präventiv ausgerichtet. Das diesjährige Kongressmotto lautet "Wissenschaft und klinischer Fortschritt – gemeinsam in die Zukunft". Tja, was will man uns damit sagen?

Im Grußwort des Kongresspräsidenten und seiner Oberärztin, die als Kongresssekretärin fungiert, heißt es, dieses Motto "spiegelt unsere feste Überzeugung wider, dass ein wirklicher Fortschritt in der Behandlung und Versorgung von Menschen mit Diabetes ohne wissenschaftliche Grundlagen nicht möglich ist".

Eigentlich doch selbstverständlich, oder? Steht das wirklich zur Diskussion? In Zeiten, in denen besorgte Wissenschaftler zum wiederholten Mal zum "Marsch für die Wissenschaft" aufrufen, vielleicht schon, wer weiß.

Wichtig ist vor allem das "gemeinsam", und das auch jenseits der wissenschaftlichen Grundlagen hinaus. Der Diabetes ist keine Organerkrankung wie andere, die sich einer einzelnen Fachgruppe zuordnen und von dieser alleine versorgungstechnisch abdecken lässt. Die Diabetologen sind zwar als Stoffwechselexperten die krankheitsspezifischen Spezialisten, gleichzeitig aber auch die Koordinatoren für eine interdisziplinäre Teamarbeit.

"Gemeinsam" heißt interdisziplinär!

Ein Kollege aus der Plastischen Chirurgie hat das in diesem Blog sehr schön folgendermaßen kommentiert:

"Ich denke hier an zahlreiche Patienten mit großflächigen chronischen Wundheilungsstörungen. Wenn sie Glück haben, bringt sie irgendwer auf die Idee, sich mit einer nicht heilenden Wunde bei einem kompetenten Plastischen Chirurgen vorzustellen, der geistesgegenwärtig eine Angiographie anfertigen lässt, um im Anschluss eine Lappenplastik zur Deckung anzubieten. Erst vergangene Woche habe ich einen Pfarrer nachuntersucht, der von mir eine Gracilislappenplastik auf den linken Unterschenkel bekommen hat. Zuvor war er ein knappes Jahr nicht mehr gelaufen. Inzwischen passt er wieder in seine Schuhe, die ihn weite Strecken tragen.
Ja, eine interdisziplinäre Diabetes-Versorgung kann den Radiologen und den Plastischen Chirurgen auf den Plan rufen. Und natürlich stellen wir ein diabetologisches Konsil."

Gute Diabetologen sind nicht "irgendwer" und sie helfen dem Glück ihrer Patienten nach, im richtigen Moment auf kompetente Ärzte und Therapeuten aus anderen Disziplinen zu stoßen. Gerade digitale Lösungen können dabei eine große Hilfe sein. Die Ärzteplattform und Online-Community esanum.de ist als soziales Netzwerk nicht nur eine Informationsquelle, sondern vor allem ein (virtueller) Ort der ärztlichen Begegnung. Hier können sich weit mehr Kollegen treffen als auf jedem noch so großen Kongress – mit der Möglichkeit nicht nur zum intra-, sondern auch zum interdisziplinären Austausch. Mit der Zeit wird das die Medizin verbessern, gerade auch die diabetologische, da sind wir uns sicher.