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Dr. Anna-Katharina Doepfer: “Zeitdruck darf die Weiterbildung nicht beeinträchtigen”

Dr. Anna-Katharina Doepfer vom Jungen Forum der Deutschen Gesellschaft der Orthopädie und Unfallchirurgie im Interview 85 Prozent der befragten Internisten sagten in einer Umfrage, sie entscheiden bei der Behandlung von Patienten auch unter ökonomischen Aspekten.

Dr. Anna-Katharina Doepfer vom Jungen Forum der Deutschen Gesellschaft der Orthopädie und Unfallchirurgie im Interview

85 Prozent der befragten Internisten sagten in einer Umfrage, sie entscheiden bei der Behandlung von Patienten auch unter ökonomischen Aspekten.

Das Ergebnis ist dieser Umfrage ist ganz sicher auch auf Chirurgen übertragbar – sie stehen in Kliniken unter genau demselben Zeit- und Kostendruck, wie ihre internistischen Kollegen.

Was bedeutet diese Entwicklung der Arbeitssituation eigentlich für das Ergebnis der medizinischen Versorgung?

Diese Frage und das Thema Ökonomisierung der Medizin beschäftigt auch die jungen Ärzte zunehmend. Denn es geht schließlich um ihre berufliche Zukunft, darum, wie sich ihre Arbeit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gestalten wird. Aber nicht nur die Zukunft ist ihre Sorge, auch schon jetzt, während Aus- und Weiterbildung, spielt die Ökonomisierung der Medizin eine große Rolle.

Wenn man weiß, dass die übergroße Mehrzahl der Assistenzärzte derzeit in Krankenhäusern weitergebildet wird, kann man sich deren Chancen auf gründliche und geduldige Anleitung durch ältere, erfahrene Mediziner ausrechnen.

Wachsende Fallzahlen bei sinkender Verweildauer der Patienten im Krankenhaus, weniger medizinisches Personal – da wird Zeit zur beinahe knappsten Ressource, auch wenn es um die Aus- und Weiterbildung des Medizinernachwuchses geht.

Wann können bei dem Zeitdruck im Klinik-Alltag noch Fragen gestellt und beantwortet werden, wo bekommt ein Weiterbildungsassistent die nötige Aufmerksamkeit, damit er wirklich gründlich lernen kann?

Diese Fragen legen sich die jungen Ärzte vom Jungen Forum vor und tragen Daten, Fakten und Umfragen zusammen, die auf mögliche Missstände aufmerksam machen sollen. Es geht auch darum, die Attraktivität des Berufes weiter hoch zu halten, damit der Chirurgen-Nachwuchs gesichert bleibt.

Unsere alternde Gesellschaft benötigt in den nächsten Jahren voraussichtlich 20 Prozent mehr Chirurgen, die selbstverständlich alle eine exzellente Ausbildung bekommen müssen, sagt Dr. Anna-Katharina Doepfer.

“Weiterbildungsassistenten brauchen genug Zeit, Aufmerksamkeit und Unterstützung, dafür machen wir uns im Jungen Forum stark,” erklärt die junge Ärztin vom Altonaer Kinderkrankenhaus Hamburg.