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Herzinfarkt: Schlechtere Aussichten für Untergewichtige

Daten aus einem Zeitraum von 15 Jahren ausgewertet

Patienten mit Übergewicht überleben einen akuten Herzinfarkt häufiger als Normalgewichtige, das höchste Sterberisiko haben Untergewichtige. Diese Ergebnisse gelten für die vergangenen 15 Jahren, trotz aller Änderungen und Weiterentwicklungen in der Therapie des akuten Herzinfarkts, zeigt eine Studie mit mehr als 27.600 Herzinfarkt-Patienten.

Die Untersuchungsergebnisse sind unabhängig davon, ob jemand raucht, Begleiterkrankungen hat oder von der Art der Behandlung. "Ein erhöhter Body-Mass-Index zählt zu den bekannten Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sollte aus herzmedizinischer Sicht vermieden werden", so Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. "Aber wenn es bereits zu einem Herzinfarkt gekommen ist, dann hat ein hoher BMI offenbar keine zusätzlichen negativen Auswirkungen auf das Überleben."

Die Patienten wurden eingeteilt in Untergewichtige (1,3 Prozent; BMI <18.5), Normalgewichtige (32,1 Prozent; BMI 18,5 bis 25), Übergewichtige (42,6 Prozent; BMI 25 bis 30), Adipositas I (17,1 Prozent; BMI 30 bis 35), Adipositas II (4,9 Prozent; BMI 35 bis 40) und Adipositas III (2 Prozent; BMI mindestens 40). Die Daten wurden in dreijährigen Abständen analysiert. Die Ergebnisse, so Studien-Erstautor Dr. Volker Laag: Die Gesamtsterblichkeit in einem Krankenhaus nach einem Herzinfarkt verringerte sich in diesem Zeitraum von 9,5 Prozent auf 5,4 Prozent. Herzkatheter-Behandlungen stiegen von 55,4 Prozent auf 83,3 Prozent, die Thrombolyse (Auflösung des Blut-Pfropfens, der ein Herzkranzgefäß verstopft) sank von 24,2 Prozent auf 0,8 Prozent.

Am höchsten war die Sterblichkeit im Krankenhaus mit 13,7 Prozent bei untergewichtigen Patienten, am niedrigsten mit 4,2 Prozent in der Gruppe Adipositas II, gefolgt von Adipositas I (5 Prozent), Übergewicht (5,6 Prozent), Adipositas III (5,9 Prozent) und Normalgewicht (7,1 Prozent). Unter Berücksichtigung von für die Gesundheit bedeutenden Faktoren wie Alter, Geschlecht, vorangegangenen oder aktuellen Erkrankungen und Behandlungen, hatten Patienten mit einem BMI zwischen 35 und 40 die niedrigste Sterblichkeit, die untergewichtigen die höchste. Der Zusammenhang zwischen höherem BMI und niedriger Sterblichkeit bestand im gesamten Untersuchungszeitraum von 2001 bis 2015. Veränderte Behandlungskonzepte haben auf diesen Zu-sammenhang keinen Einfluss.

Weitere Informationen zum Thema Kardiologie, etwa zu Vorhofflimmern oder Schlaganfall, finden Sie im esanum Infocenter.