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Schwangerschaftsabbrüche steigen um 2,2 Prozent

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist in den ersten drei Monaten des Jahres gestiegen. Insgesamt ließen rund 27.200 Frauen in dieser Zeit einen Abbruch vornehmen. Die meisten Abbrüche wurden ambulant durchgeführt, vorwiegend in gynäkologischen Praxen.

96 Prozent der Abbrüche erfolgen nach Beratungsregelung

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist in den ersten drei Monaten des Jahres gestiegen. Insgesamt ließen rund 27.200 Frauen in dieser Zeit einen Abbruch vornehmen, 2,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. In vier Prozent der Fälle kam es aus medizinischen Gründen oder nach einer Vergewaltigung zur Abtreibung, während 96 Prozent nach der Beratungsregelung vorgenommen wurden.

Die Mehrheit der Frauen, die sich zu einem Schwangerschaftsabbruch entschlossen, waren im Alter von 18 bis 34 Jahren. Sie stellten mit 72 Prozent die größte Gruppe. Drei Prozent der Frauen waren noch Jugendliche, während rund sieben Prozent 40 Jahre oder älter waren. Rund 40 Prozent der Frauen hatten vor dem Abbruch noch kein Kind geboren.

Die meisten Eingriffe wurden ambulant vorgenommen, überwiegend in einer gynäkologischen Praxis (80 Prozent), während 17 Prozent der Frauen den Abbruch ambulant in einer Klinik vornehmen ließen. Die meisten Abbrüche - 61 Prozent - wurden mit der Absaugmethode vorgenommen, während in 22 Prozent der Fälle das Mittel Mifegyne verwendet wurde. Rund sieben Prozent ließen die Abtreibung in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht ihren Wohnsitz hatten.