esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

The Lancet zieht Studien zu künstlichen Luftröhren zurück

Ein Fachjournal hat zwei Artikel des italienischen Chirurgen Paolo Macchiarini zum Einsatz künstlicher Luftröhren bei krebskranken Patienten zurückgezogen.

Ergebnisse nicht belegt

Ein Fachjournal hat zwei Artikel des italienischen Chirurgen Paolo Macchiarini zum Einsatz künstlicher Luftröhren bei krebskranken Patienten zurückgezogen.

Die Studie von 2011 und Teile eines Übersichtsartikels von 2012 "stellen wissenschaftliches Fehlverhalten" dar, schreibt das Journal The Lancet. Der neue Präsident des schwedischen Karolinska Instituts, Ole Petter Ottersen, habe nach Einsatz einer Expertengruppe um den Rückzug gebeten. Nach seinen Angaben sei die Studie ohne genügend vorklinische Daten erfolgt. Die berichteten Ergebnisse seien zudem nicht belegt.

Das Team um Macchiarini, der damals am Karolinska Institut in Stockholm angestellt war, hatte Patienten mit Speiseröhrenkrebs maßgeschneiderte künstliche Luftröhren eingepflanzt. Dabei wurde ein synthetisches Gerüst mit Stammzellen der Patienten besiedelt und dann eingesetzt. Später wurde klar, dass viele der operierten Patienten kurz nach dem Eingriff starben.

Der Skandal um Macchiarini zog Kreise bis zum Nobelpreis: Das Karolinska Institut, an dem 50 Juroren jedes Jahr über den Nobelpreis in Medizin entscheiden, hatte den Chirurgen 2010 engagiert und 2016 entlassen. Weil sie nicht gehandelt hätten, als Zweifel an Macchiarini aufgekommen waren, wurden zwei Mitglieder aus der Nobel-Jury zum Verlassen des Gremiums gedrängt.

The Lancet hatte bereits 2016 über erhebliche Zweifel an der Studie berichtet. Im Jahr 2003 hatte Macchiarini nach eigenen Angaben weltweit erstmals eine solche Operation an einem Patienten in Hannover ausgeführt.

Themenspecial: Hier finden Sie interessante Neuigkeiten und weiterführende Artikel aus der Welt der Onkologie.