Wintermüdigkeit & Energielosigkeit: es könnte auch Eisenmangel sein

Am 26. November ist der "Tag des Eisenmangels": Höchste Zeit, der weltweit häufigsten Mangelerscheinung mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Symptome des Eisenmangels häufig missinterpretiert 

Rund zwei Milliarden Menschen weltweit sind von Eisenmangel betroffen. Obwohl die Mangelerscheinung, falls diese unbehandelt bleibt, gravierende Folgen für die Gesundheit haben kann, scheuen viele Patienten den Weg in die Arztpraxis – oftmals, weil sie hinter den typischen Symptomen beispielsweise allgemeine Energielosigkeit oder Wintermüdigkeit vermuten. Höchste Zeit, die Patienten von ärztlicher Seite besser für Eisenmangel-Symptome zu sensibilisieren, finden DGK und DScK. "Unser Ziel ist es, betroffene Personen bei der Erkennung der Symptome zu unterstützen und die Versorgung von Patienten zu verbessern", sagt Dr. Thomas M. Helms, Vorstandsvorsitzender der DScK, anlässlich des "Tags des Eisenmangels" am 26. November.

Von Kopfschmerzen bis zu Impotenz 

Prof. Dr. Michael Böhm, DGK, ergänzt, viele Menschen hätten auch Probleme damit, die Mangelerscheinung als Eisenmangel zu erkennen, weil die Liste der Symptome äußerst lang sei: Von Kopfschmerzen und Gedächtnisproblemen, über Müdigkeit, rissige Haut, beschleunigten Herzschlag, hin zu Impotenz bei Männern, seien die Anzeichen für Eisenmangel äußerst heterogen. "Weil es so viele verschiedene Symptome gibt, denken die meisten Menschen nicht in erster Linie an einen Eisenmangel. Deshalb raten wir dazu, sich regelmäßig, jedoch mindestens einmal im Jahr durch seinen Hausarzt oder seine Hausärztin darauf untersuchen zu lassen", merkt der DGK-Pressesprecher an.

Vorsicht bei frei verkäuflichen Eisenpräparaten 

Besonders aufmerksam, so Böhm und Helm, sollte man bei Eisenmangel auch sein, da dieser ebenso auf versteckte Krankheiten, chronisches Zahnfleischbluten und innere Blutungen hinweisen könnte. Pro zwei Milliliter Blut, geben die Mediziner zu verstehen, gehe immerhin ein ganzes Milligramm Eisen verloren. Von frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln bei Verdacht auf Eisenmangel rät Helms jedoch dringlichst ab:

"Die Einnahme von Eisendragees sollte nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen. Bei einem Übermaß an Eisen kann sich dieses in den Organen ablagern und sie schädigen."

Hausarztpraxen, gibt der DScK-Vorstandsvorsitzende in Richtung von Medizinern und Patienten zu verstehen, sollten immer die erste Anlaufstelle sein, um einen Eisenmangel abzuklären und auf therapeutische Optionen zu verweisen.