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Leberschaden bei Diabetes-Patienten: besser erkennbar mit neuem Labormarker?

Sagt Ihnen der Marker "M30" etwas? Wissen Sie, in welcher Weise sich Semaglutid auf das Körpergewicht von Patienten verschiedener Gewichtsklassen auswirkt? Ist "Low carb" jetzt empfehlenswert oder nicht?

Interessantes Format: die Video-Postersession

Das sind drei interessante Aspekte aus unserer Sichtung der esanum-Berichterstattung vom Diabetes Kongress 2018, der letzte Woche in Berlin stattfand. Eine Besonderheit, die esanum neuerdings für die interessierte ärztliche Community – also Sie und uns – verfügbar macht, sind Poster-Referate im Videoformat. Eine tolle Sache, wie wir finden! Allerdings erst, nachdem wir es uns angeschaut haben.

Denn sind wir ehrlich: Wer – außer den (Post-) Doktoranden, die die Poster erstellt haben, ihren Teamkollegen und eventuell Vertretern der direkten Konkurrenz sowie zwangsverpflichteten Führungsteilnehmern – schaut sich schon die Elaborate an? Dachten wir. Wohl etwas borniert und ignorant, wie wir beschämt konzedieren müssen …

Es gibt nämlich erstens sehr wohl Kollegen, die die Chance zu einem Streifzug durch die Posterausstellung nutzen und/oder an einer Postersession teilnehmen und das, im Notfall durch "Opfern" der Konferenzpause, zeitmanagementmäßig irgendwie hinkriegen. Und zweitens enthalten die Exponate so manche praxisrelevante Neuigkeit oder Anregung, die man getrost nach Hause tragen kann.

Diabetes und Leberschaden: Marker M30 schließt potenziell eine Diagnostik-Lücke

Etwa die Erkenntnis, was es mit dem noch relativ neuen, kommerziell erhältlichen Marker M30 auf sich hat. In Ergänzung zu den üblicherweise erhobenen Leberwerten (Transaminasen/ALT) können mit ihm deutlich mehr Diabetes-Patienten mit einem klinisch noch unauffälligen Leberschaden identifiziert und einer weiteren Diagnostik zugeführt werden. Selbst im fortgeschrittenen Stadium gemäß erhöhten Score-Werten (und gesichertem Biopsie-Befund) wurde über die alleinige ALT-Bestimmung nur die Hälfte der betroffenen Patienten erkannt.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen der Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum, die der Diplom-Chemiker PD Dr. Bernd Stratmann im Postersession-Video präsentiert: Lebererkrankungen als Komorbidität bei Typ-2-Diabetes: Neuer Labormarker könnte diagnostische Lücke schließen.

Praxisrelevant: die frühzeitige(re) Diagnose der NAFLD

Das Thema erscheint ziemlich relevant. Denn aus der einfachen Steatosis einer nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD) kann sich eine Leberinsuffizienz entwickeln. Es drohen zudem die NAFLD-assoziierte Leberzirrhose und das erhöhte Risiko für die Entstehung eines hepatozellulären Karzinoms (HCC).  Die NAFLD und die chronisch-aggressive Form mit Inflammation, die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH), gelten aufgrund der schwierigen Diagnostik als unter- und oftmals zu spät diagnostizierte Hepatopathien.

Bei den über die erwähnten Laborparameter identifizierten Diabetes-Patienten mit Leberschaden waren Stratmann zufolge die folgenden Merkmale auffällig:

Einen interessanten Artikel zu diesem Thema finden Sie hier: Früh- und Verlaufsdiagnose durch neue Serummarker möglich. Wir lernen daraus, dass es sich bei M30 um einen Zelltodmarker (Apoptose) handelt und zitieren die "Key Points":

Teil II des Beitrags folgt.