Neue Perspektiven für eine umfassende Krankheitskontrolle bei Colitis Ulcerosa

Die CME vermittelt einen Überblick über Krankheitsbild und Therapie der CU – mit Fokus auf den Wandel der Therapieziele und die Erreichbarkeit anspruchsvoller Endpunkte.

Die Colitis ulcerosa (CU) ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) nicht abschließend geklärter Ursache, die bevorzugt den Dickdarm und das Rektum befällt und typischerweise in Schüben verläuft. In Deutschland liegt die Prävalenz bei rund 412 Fällen pro 100.000 Menschen. CU ist eine lebenslange Erkrankung, deren Verlauf individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die Unvorhersehbarkeit von Krankheitsschüben, die Belastung durch chronische Symptome wie häufige Diarrhöen, vermehrten Stuhldrang, rektale Blutungen und Bauchschmerzen sowie mögliche Komplikationen wie Kolektomien oder ein erhöhtes Darmkrebsrisiko unterstreichen den hohen Bedarf an wirksamen und langfristig effektiven Therapiestrategien. Während in der Praxis die steroidfreie klinische Remission weiterhin als zentrales Behandlungsziel gilt, treten in der wissenschaftlichen Diskussion umfassendere Zielparameter in den Vordergrund. Dazu zählt unter anderem das gleichzeitige Erreichen einer klinischen, endoskopischen und histologischen Remission.