Die Koalition schnürt das Beitragssatzstabilisierungsgesetz wieder auf: Budgetvorgaben werden angepasst, die Hybrid-DRGs sollen weitgehend entfallen. Ärzteschaft und Kassen warnen vor einem Ende der Ambulantisierung.
Kabinett beschließt schärfere Strafen bei Gewalt gegen Heilberufe und stabilisiert die Pflegefinanzen. Die Koalition will zudem die Fixkostendegression kippen und streitet um die Zuckersteuer.
Ab dem 1. Oktober können Praxen die Sachkosten für Einmal-Kaltschlingen über die Kostenpauschale 40460 abrechnen, bisher war dies nur für Heißschlingen möglich. Der Bewertungsausschuss folgt damit der aktuellen S2k-Leitlinie.
Merz kritisiert Wartezeiten für Kassenpatienten, Linnemann verteidigt die PKV. Außerdem: Orientierungswert 2027, Widerspruchslösung, WHO-Warnung vor Ärztemangel.
Herzkrankheiten fordern weniger Todesopfer, doch Region und Geschlecht machen große Unterschiede. Die Herzstiftung fordert Prävention ab der Kita.
Aufgrund der stark steigenden Belastungen für Pflegebedürftige und öffentliche Haushalte fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund eine umfassende Reform der Pflegefinanzierung.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will den Entwurf für das Primärversorgungssystem im November vorlegen. Anlass sind die langen Wartezeiten für gesetzlich Versicherte von durchschnittlich 36 bis 41 Tagen.
Ärzteverbände begrüßen Teile der Reform, kritisieren aber Finanzierung, 24/7-Vorgaben und neue Parallelstrukturen.
Der Hausärzteverband fordert, die hausarztzentrierte Versorgung zur Grundlage des geplanten Primärversorgungssystems zu machen. Hausarztpraxen sollen dabei zentrale Anlauf- und Steuerungsstellen bleiben.
Die Kassen wollten früher streichen, die KBV setzte sich durch: Erst ab Januar entfallen Terminvermittlungs-Zuschläge, ePA-Erstbefüllung und weitere Leistungen.
97 Todesfälle durch Behandlungsfehler allein 2025, geschätzte Milliardenkosten durch vermeidbare Schäden: Der Medizinische Dienst fordert ein verpflichtendes, aber sanktionsfreies Meldesystem nach internationalem Vorbild.
Cannabisblüten sind seit Ende Juli keine Kassenleistung mehr, auch nicht für Bestandspatienten. Für Neupatienten gilt ein Fertigarzneimittel-Vorrang, den KBV und Kassen unterschiedlich auslegen.
Rund drei Milliarden Euro weniger Honorar erwartet die KBV durch das GKV-Spargesetz 2027 – besonders hart trifft es die Fachärzte.
Der Rücktritt von Jens Spahn löst einen Kabinettsumbau aus: Nina Warken wechselt ins Kanzleramt, neuer Gesundheitsminister wird Carsten Linnemann.