Frühe hocheffektive Therapie bei Multipler Sklerose: Evidenz und klinische Implikationen

Diese CME-Fortbildung behandelt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum frühzeitigen Einsatz von High Efficacy Therapies (HET) in der Behandlung der MS.

In der Behandlung der MS wurden in den vergangenen drei Jahrzehnten erhebliche Fortschritte erzielt, insbesondere durch die Einführung krankheitsmodifizierender Therapien (Disease Modifying Therapies, DMT). Ebenso erlauben der präzisere Einsatz bildgebender Verfahren und gezieltere Laboruntersuchungen ein tieferes Verständnis der zugrundeliegenden immunhistopathologischen Mechanismen. Gemäß den Leitlinien des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) und der European Academy of Neurology (EAN) soll eine Therapie das Risiko von Schüben reduzieren und die Behinderungsprogression verlangsamen. Eine kurative Behandlung ist derzeit nicht verfügbar.

Frühzeitige Interventionen mit hocheffektiven krankheitsmodifizierenden Therapien (High Efficacy Therapies, HET) werden zunehmend als die optimale Strategie anerkannt, um den Krankheitsverlauf bereits in  frühesten Stadien abzumildern und zu verzögern und langfristige neurodegenerative Schäden zu verhindern. Klinische und Real-World-Evidenzen belegen den Nutzen dieses Ansatzes. Dennoch bleibt in der klinischen Praxis in Deutschland der Eskalationsansatz vorherrschend. 

Diese CME-Fortbildung behandelt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum frühzeitigen Einsatz von HET in der Behandlung der MS.