Nierenzellkarzinom: Früherkennung, OP-Strategie und Erstlinien-Systemtherapie

Die meisten Nierenzellkarzinome werden heute als Zufallsbefund entdeckt. Diese CME zeigt, wie Diagnostik, Chirurgie und Systemtherapie ineinandergreifen.

Weltweit werden jährlich rund 440.000 neue Nierenzellkarzinome diagnostiziert. Da die meisten heute als Zufallsbefund in der Bildgebung auffallen, stellt sich oft zuerst die Frage: operieren, abwarten oder bestrahlen?

Diese CME vermittelt die aktuelle Strategie stadienabhängig. Bei kleinen, lokalisierten Tumoren ist die organerhaltende partielle Nephrektomie Therapie der Wahl. Für ausgewählte Patienten kommen ablative Verfahren oder aktive Überwachung infrage. Neu: Die stereotaktische Radiotherapie gewinnt als nicht operative Option an Boden.

Im metastasierten Stadium stehen Kombinationen aus Checkpoint-Inhibitoren und TKI als Erstlinienstandard zur Verfügung, darunter Pembrolizumab + Axitinib, Pembrolizumab + Lenvatinib und Nivolumab + Cabozantinib. Die Wirkstoffe unterscheiden sich in Halbwertszeit und Dosierungsschema, was für die Adhärenz relevant ist. Mit Belzutifan steht zudem ein neuer Ansatz für spätere Therapielinien bereit. Die Fortbildung richtet sich an Urologen, Onkologen und Allgemeinmediziner.