• Wie wirken sich Defis und Schrittmacher auf die Psyche aus?

    Viele Ärzte gehen davon aus, dass ICD-Träger nach der Implantation zusätzliche psychologische Unterstützung benötigen. Eine aktuelle ESC-Studie liefert Antworten – und zeigt einen klaren Unterschied zwischen den beiden Device-Typen.

  • Stigma Übergewicht schlägt aufs Herz

    Implizite Vorurteile gegenüber adipösen Patienten treiben CRP, Blutdruck und Mortalität nach oben. Wie lassen sich Stigmata abbauen, Inkretin-Therapien langfristig steuern und das neue EASO-Rahmenkonzept ohne starre BMI-Grenzen praxisnah umsetzen?

  • Gedeckelte Honorare, leere Praxen: Wie die Politik das Ärztesystem gegen die Wand fährt

    Wartezeiten steigen, Ärztearbeitszeit sinkt – und die Politik? Reagiert mit Vorschlägen, die am Problem vorbeigehen. Dr. Ilka Enger erklärt, warum das kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von 20 Jahren gedeckelter Honorare und einer verfehlten MVZ-Politik.

  • LDL-C-Senkung: Früh auf Kombinationstherapien setzen

    Neue Guidelines fordern nach einem akuten Koronarsyndrom die sofortige, hochintensive Kombinationstherapie. Ein kompaktes Update zur Rolle der Bempedoinsäure als Statin-Alternative und die pragmatische Nutzung des erweiterten Lipidsenker-Arsenals.

  • Wenn die KI mitentscheidet – wer haftet dann?

    Zulassung, Haftung, Aufklärungspflicht: Prof. Stephen Gilbert erklärt, warum das CE-Zeichen keine rechtliche Absicherung bedeutet, was der EU AI Act im klinischen Alltag ändert und welche Aufgaben man KI-Agenten besser nicht überlässt. (Interview auf Englisch)

  • Therapie der Transthyretin-Kardiomyopathie ohne klaren Algorithmus

    Was bedeuten die längeren Verläufe unter Vutrisiran für die Behandlung der ATTR-CM? Prof. Olivier Lairez zu Therapiesequenz, Verlaufskontrolle und Versorgungskosten der Quartalsinjektion. (Interview auf Englisch)

  • Gebrechlich, hochbetagt, polymedikamentös: Was kann die KI leisten?

    Welche Tablette kann weg? Prof. Izabella Uchmanowicz über KI-gestützte Entscheidungen bei gebrechlichen Herzpatienten, das Problem fehlender Trainingsdaten und die Frage, wo ärztliche Erfahrung unersetzlich bleibt. (Interview auf Englisch)

  • Zielwert 120–129 mmHg: Ambition trifft Sprechstundenrealität

    Dr. Rosa De Pinho erklärt, wie sich Leitlinienvorgaben in reale Blutdruckkontrolle übersetzen lassen: Wann die Single-Pill-Kombination starten sollte, wo die Grenzen liegen und wie sich Übertherapie erkennen lässt. (Interview auf Englisch)

  • KI-EKG bei Herzinsuffizienz: Wann kommt es in meiner Praxis an?

    Die KI erkennt eine Herzschwäche im scheinbar normalen EKG: Rohan Khera (Yale) über die Signale hinter der Diagnose, die Übertragbarkeit US-trainierter Modelle auf Europa und die Voraussetzungen für den Praxiseinsatz. (Interview auf Englisch)

  • Wie tief darf das LDL? Prof. Ray über die Grenzen der Lipidsenkung

    Zwei Spritzen im Jahr statt täglich eine Tablette: Prof. Kausik Ray zu neuen LDL-Senkern, Adhärenz, Kosten und der Frage, ob es ein zu niedriges LDL gibt. (Interview auf Englisch)

  • Pingpong im Keller, Praxen in Not

    Während 10.000 Praxen in Westfalen-Lippe um ihre Existenz kämpfen, diskutiert die Republik über Lauterbachs Tischtennisplatte. Dr. Steffen Grüner über eine Öffentlichkeit, die die falschen Schlagzeilen feiert.

  • Ärztinnen berichten häufiger über Belastung und Karrierehürden in der Pneumologie

    Eine französische Befragung unter Pneumologen zeigt: Arbeitsbedingte psychische Belastungen sind häufig. Besonders Ärztinnen berichten über Angst, Burnout und Einschränkungen in ihrer beruflichen Laufbahn.

  • Blutungsrisiko unter Apixaban geringer als unter Rivaroxaban?

    Bei akuter venöser Thromboembolie stehen mit Apixaban und Rivaroxaban zwei etablierte DOAKs zur Verfügung. Doch wie unterscheiden sie sich im direkten Vergleich, wenn nicht die Wirksamkeit, sondern das Blutungsrisiko im Mittelpunkt steht?

  • Was China, Japan und Singapur der ePA voraushaben

    In Shanghai wertet KI täglich 3.000 Gewebeproben aus, in Singapur erkennen Frühwarnsysteme Risiken, bevor Symptome auftreten. Susanne Brech über den Blick nach Asien – und warum Deutschland die ePA bisher nur verwaltet, statt sie aktiv zu nutzen.

  • Entwarnung mit Fußnote: Melatonin und die kardiovaskuläre Sicherheit

    Wer Melatonin nimmt, ist älter, häufiger hypertensiv, öfter depressiv und erscheint in Beobachtungsdaten deshalb kränker. Eine neue NHANES-Auswertung legt nahe: Nicht das Schlafmittel, sondern das Risikoprofil der Anwender könnte den früheren Verdacht erklären.

  • 9.600 "Hitzetote": Wenn aus einer Schätzung eine Opferzahl wird

    Aus Modellschätzungen werden plötzlich "9.600 Menschen, die hitzebedingt starben" – und die Kältetoten interessieren keinen. Dr. Steffen Grüner rechnet mit einem Journalismus ab, der aus der Coronazeit offenbar nichts gelernt hat.

  • Impfungen bei Kindern: Beratungsbedarf vor allem bei Impfmythen

    Zustimmung ja, vollständige Umsetzung nein: 25 % der Eltern wünschen nur ausgewählte Impfungen, 40 % der Kinder sind unvollständig DTP-immunisiert. Was RKI-Daten über die Gründe verraten und welche Maßnahmen in der Praxis wirken.

  • Privatpraxis vs. KV-System: Der Unterschied liegt nicht in der Medizin

    Schnellere Bildgebung und mehr Zeit im Gespräch locken, doch der wirtschaftliche Vorlauf ist lang und der Standort entscheidet. PD Dr. Ole-Alexander Breithardt ordnet im Interview ein, für wen sich der Wechsel in die Privatpraxis lohnen kann.

  • Blutdruckziel unter 130/80: Herzschutz ohne Nierenschaden?

    Ein Abfall der Nierenwerte gilt vielen als Warnsignal gegen eine straffe Einstellung. Neue Daten sprechen eine andere Sprache: Auch bei leicht eingeschränkter eGFR stiegen die renalen Endpunkte nicht signifikant an.

  • Betablocker nach Herzinfarkt: Absetzen bei stabilen Patienten?

    Der Infarkt liegt Jahre zurück, die Pumpfunktion ist gut, der Patient klagt über Müdigkeit – Betablocker weiter oder absetzen? Eine RCT-Studie liefert dazu erstmals belastbare Daten. Die Kernaussagen für Ihre nächsten Entscheidungen.

  • Antirheumatika in der Schwangerschaft: Warum die EULAR jetzt liberaler urteilt

    Die aktualisierten EULAR-Empfehlungen brechen mit der gängigen Zurückhaltung: Biologika gelten in Schwangerschaft und Stillzeit nun als vertretbar, zum Stillen wird ausdrücklich ermutigt. Erstmals gibt es zudem klare Vorgaben für Männer mit Kinderwunsch.

  • Niedriger dosierte Plättchenhemmung bei KHK: Für welche Patienten sich das lohnen könnte

    Eine aktuelle Metaanalyse zeigt: reduzierte off-label Dosierungen von Prasugrel und Ticagrelor können Blutungen verringern, ohne den ischämischen Schutz zu reduzieren. Was das für die Therapie bedeutet und worauf es beim Vergleich mit Clopidogrel ankommt.

  • „Da stimmt etwas nicht": Wenn die Pneumonie keine Pneumonie ist

    Ein 45-jähriger Mann, hohes Fieber, quälender Husten, stark erhöhte Entzündungswerte – die Diagnose scheint klar. Doch die Antibiose wirkt nicht, drei Kliniken schicken ihn weg, es findet sich kein Fokus. Die Ärztin spürt: Hier wird etwas übersehen. Was hat der Patient?

  • Körperliches Training gegen kognitive Einbußen und Fatigue unter Chemotherapie

    Welche Patienten profitieren besonders von Bewegung gegen kognitive Beschwerden unter Chemotherapie? Eine Phase-III-Studie liefert die Antwort: Tägliches Gehen plus Widerstandsübungen schwächte Beschwerden und mentale Fatigue ab.

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