• 9.600 "Hitzetote": Wenn aus einer Schätzung eine Opferzahl wird

    Aus Modellschätzungen werden plötzlich "9.600 Menschen, die hitzebedingt starben" – und die Kältetoten interessieren keinen. Dr. Steffen Grüner rechnet mit einem Journalismus ab, der aus der Coronazeit offenbar nichts gelernt hat.

  • Impfungen bei Kindern: Beratungsbedarf vor allem bei Impfmythen

    Zustimmung ja, vollständige Umsetzung nein: 25 % der Eltern wünschen nur ausgewählte Impfungen, 40 % der Kinder sind unvollständig DTP-immunisiert. Was RKI-Daten über die Gründe verraten und welche Maßnahmen in der Praxis wirken.

  • Blutdruckziel unter 130/80: Herzschutz ohne Nierenschaden?

    Ein Abfall der Nierenwerte gilt vielen als Warnsignal gegen eine straffe Einstellung. Neue Daten sprechen eine andere Sprache: Auch bei leicht eingeschränkter eGFR stiegen die renalen Endpunkte nicht signifikant an.

  • Betablocker nach Herzinfarkt: Absetzen bei stabilen Patienten?

    Der Infarkt liegt Jahre zurück, die Pumpfunktion ist gut, der Patient klagt über Müdigkeit – Betablocker weiter oder absetzen? Eine RCT-Studie liefert dazu erstmals belastbare Daten. Die Kernaussagen für Ihre nächsten Entscheidungen.

  • Antirheumatika in der Schwangerschaft: Warum die EULAR jetzt liberaler urteilt

    Die aktualisierten EULAR-Empfehlungen brechen mit der gängigen Zurückhaltung: Biologika gelten in Schwangerschaft und Stillzeit nun als vertretbar, zum Stillen wird ausdrücklich ermutigt. Erstmals gibt es zudem klare Vorgaben für Männer mit Kinderwunsch.

  • Niedriger dosierte Plättchenhemmung bei KHK: Für welche Patienten sich das lohnen könnte

    Eine aktuelle Metaanalyse zeigt: reduzierte off-label Dosierungen von Prasugrel und Ticagrelor können Blutungen verringern, ohne den ischämischen Schutz zu reduzieren. Was das für die Therapie bedeutet und worauf es beim Vergleich mit Clopidogrel ankommt.

  • „Da stimmt etwas nicht": Wenn die Pneumonie keine Pneumonie ist

    Ein 45-jähriger Mann, hohes Fieber, quälender Husten, stark erhöhte Entzündungswerte – die Diagnose scheint klar. Doch die Antibiose wirkt nicht, drei Kliniken schicken ihn weg, es findet sich kein Fokus. Die Ärztin spürt: Hier wird etwas übersehen. Was hat der Patient?

  • CGM im Direktvergleich: Gleiche Patienten, unterschiedliche Glukosewerte

    Welchem Sensor soll man glauben? Ein paralleler Praxistest zeigt: Am selben Patienten liefern CGM-Systeme relevante Abweichungen, groß genug, um unterschiedliche Therapieentscheidungen auslösen zu können.

  • Körperliches Training gegen kognitive Einbußen und Fatigue unter Chemotherapie

    Welche Patienten profitieren besonders von Bewegung gegen kognitive Beschwerden unter Chemotherapie? Eine Phase-III-Studie liefert die Antwort: Tägliches Gehen plus Widerstandsübungen schwächte Beschwerden und mentale Fatigue ab.

  • Semmelweis und die Geburtsstunde der Handhygiene

    Fast zwei Jahrhunderte nach Semmelweis bleibt die Händehygiene die wirksamste Infektionsprävention – und zugleich eine der am schlechtesten umgesetzten. Ein Blick zurück, der überraschend viel über die Gegenwart verrät.

  • Pestizide im Trinkwasser: Ein übersehener Faktor bei Parkinson und Krebs?

    Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln finden sich an über 70 % der deutschen Grundwasser-Messstellen – und aktuelle Reviews verknüpfen chronische Exposition konsistent mit Parkinson, Krebs und endokrinen Störungen. Warum die geltenden Grenzwerte das eigentliche Risiko nicht abbilden.

  • Glucosamin und Demenz: Vom Schutzfaktor zum Risiko – neue Daten kehren das Bild um

    Millionen Ältere nehmen den Aminozucker täglich gegen Gelenkschmerzen. Eine Nature-Metabolism-Studie von 2026 zeigt nun: Bei kognitiv beeinträchtigten Patienten war die Einnahme mit einem um 25 % höheren Demenzrisiko verbunden.

  • ePA-Debakel: Sind wir Ärzte mitschuldig an der schlechten Umsetzung?

    Alle meckern über die elektronische Patientenakte – doch Kolumnist Dirk Schemmann nimmt auch die eigene Zunft in den Blick: Die ePA war seit 2021 nutzbar, die Anbieter suchten händeringend Praxis-Feedback – und kaum jemand machte mit. Warum aus Kritik Verweigerung wurde.

  • Warum manche Menschen besonders gut auf Ibuprofen reagieren

    Träger bestimmter Genvarianten bauen Medikamente langsamer ab. Sie profitieren von einer längeren Wirkung, doch auch Blutungsrisiko und Schmerzempfinden sind erhöht. Unser genetisches Erbe im Fokus mit Nobelpreisträger Svante Pääbo.

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