„Ich bin doch behandelt – warum bin ich immer noch müde?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt des Bioprojet-Symposiums am Samstag, den 7. November 2026 auf der DGSM-Jahrestagung.
Weltweit sind bis zu 1 Milliarde Menschen von OSA betroffen.<sup>1</sup> Adipositas zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren. Gleichzeitig kann OSA metabolische Dysfunktionen und Entzündungen verstärken.<sup>2</sup> Dabei spielt das viszerale Fettgewebe eine besondere Rolle.<sup>2</sup>
Der jährliche Welttag der Narkolepsie am 22. September rückt Narkolepsie international stärker in den Fokus.<sup>1</sup> Passend dazu steht unser neu überarbeiteter Ratgeber zur Verfügung – zur Weitergabe an Patienten*innen, Angehörige und weitere Bezugspersonen.
Welche Fragebögen helfen bei der Einschätzung von schlafbezogenen Beschwerden bei Tagesschläfrigkeit, Narkolepsie und obstruktiver Schlafapnoe? Ein kompakter Überblick über etablierte Instrumente für Praxis und klinische Forschung – von ESS und SNS bis STOP-Bang und PSQI.
Der Klimawandel ist allgegenwärtig<sup>1</sup>: Extremwetterereignisse nehmen zu, Hitze belastet besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen.<sup>2-4</sup> Heiße Nächte können Schlafqualität und Schlafrhythmus beeinträchtigen – bei OSA auch die nächtliche Atmung.<sup>5</sup>
Ein 42-jähriger Patient berichtet, dass er nachts häufiger aufsteht, durch die Wohnung läuft und sich am nächsten Morgen an nichts erinnern kann. Seine Partnerin beobachtet lautstarke Gespräche und hektische Bewegungen. Das klingt zunächst nach einer „neurologischen Erkrankung“ – häufig handelt es sich jedoch um Parasomnien, also Schlafphänomene mit unvollständiger Kopplung von Schlaf- und Wachzustand.
Zu spät eingenommen – nachts wach? Oder noch keine Wirkung spürbar? Neue Patientenmaterialien zu Pitolisant bei residualer exzessiver Tagesschläfrigkeit (rEDS) im Rahmen der OSA greifen zentrale Fragen zur Einnahme praxisnah auf.
RLS kann durch nächtliche Unruhe und fragmentierten Schlaf ähnlich wie Narkolepsie zu relevanten Einschränkungen der kognitiven und sozialen Leistungsfähigkeit am Tag führen<sup>1, 2</sup>. Bislang primär mit Dopaminagonisten behandelt, befindet sich die Therapie jetzt mit zunehmend differenzierten Blick auf Nutzen und Risiken im Wandel.
Schläfrig oder müde? Nur Schlafmangel – oder steckt mehr dahinter? Ein unkontrollierbarer Schlafdruck spricht für Tagesschläfrigkeit, Energielosigkeit eher für Müdigkeit oder Fatigue. Die Abgrenzung ist klinisch entscheidend – und im Praxisalltag oft schwieriger als gedacht.
Ob eine medikamentöse Therapie bei rEDS bei OSA eingesetzt wird, erfordert eine fundierte Einschätzung von Wirksamkeit und Sicherheit.<sup>1</sup> Eine Umfrage auf Wach und Wissen zeigte, dass genau diese Aspekte für die Praxis entscheidend sind.<sup>1</sup> Für Pitolisant liegt hierzu eine gute Evidenz vor.<sup>2-6</sup>
Die Narkolepsie führt zu funktionellen Einschränkungen, die den Alltag unmittelbar betreffen. Konzentrationsfähigkeit, Daueraufmerksamkeit und Belastbarkeit sind häufig reduziert und wirken sich auf schulische Leistungen, berufliche Anforderungen und soziale Teilhabe aus.
Schlechter Schlaf trotz erfolgreicher CPAP-Therapie? Hinter persistierenden Schlafbeschwerden kann auch eine Kombination aus Insomnie und obstruktiver Schlafapnoe stecken – COMISA. Für die Praxis bedeutet das: gezielte Diagnostik, beide Erkrankungen im Blick behalten und Therapieansätze kombinieren.
Bei der Fortbildung „Tag der Narkolepsie“ von Bioprojet diskutierten Experten*innen praxisnah und interdisziplinär aktuelle Erkenntnisse zentraler Hypersomnolenzstörungen. Neben Leitlinien und klinischen Erfahrungen standen auch Fallbeispiele im Mittelpunkt – mit direktem Bezug zur ärztlichen Praxis.
Schlafstörungen betreffen Millionen Menschen in Europa und sind gesundheitlich wie ökonomisch hochrelevant.<sup>1</sup> Unter den Ursachen hat die OSA die höchste Prävalenz.<sup>1</sup> Trotz CPAP-Therapie kann eine residuale exzessive Tagesschläfrigkeit bestehen bleiben und Betroffene stark belasten.
Neue Leitlinie, neue Perspektiven: In der neuen Ausgabe des Wach und Wissen Podcasts ordnet Leitlinienautorin PD Dr. med. Anna Heidbreder die kürzlich veröffentlichte S2k-Leitlinie zur Narkolepsie ein und spricht über zentrale Neuerungen, therapeutische Möglichkeiten und das, was sich jetzt konkret für die Versorgung von Patienten*innen ändert.
Ketogene Ernährung könnte die exzessive Tagesschläfrigkeit bei Narkolepsie Typ 1 spürbar verbessern.<sup>1,2</sup> Erste Daten einer randomisierten Studie zeigten: Ernährungsumstellung und Bewegung können klinisch relevante Effekte erzielen und dabei eine gute Ergänzung zur medikamentösen Therapie darstellen.<sup>1</sup>
Die aktualisierte Fachinformation zu Wakix<sup>®</sup> (Pitolisant) weist erstmals eine Haltbarkeit von 4 statt 3 Jahren aus. Der Vorteil für die Praxis: Die verlängerte Stabilität verlängert die Lagerungsdauer in Praxis und Apotheke und kann so unnötige Entsorgungen verhindern. Dies stärkt die Versorgungssicherheit von Narkolepsie-Patienten*innen.
Mit der aktualisierten S2k-Leitlinie zur Behandlung der Narkolepsie erhält Wakix<sup>®</sup> einen klar definierten Stellenwert in der medikamentösen Therapie. Die Empfehlung basiert auf randomisierten Studien und adressiert zentrale Symptome wie Tagesschläfrigkeit und Kataplexie bei Erwachsenen und Kindern.
Wie zeitgemäß ist der AHI wirklich? Im ausführlichen Gespräch erklärt Prof. Dr. Randerath, Solingen, weshalb die Baveno-Klassifikation einen Paradigmenwechsel einleitet. Und welche Rolle Parameter wie Phänotypen, Hypoxic Burden und kardiovaskuläre Risiken künftig in der OSA-Diagnostik spielen werden.
Die Narkolepsie stand auch in diesem Jahr im Mittelpunkt des Bioprojet-Symposiums auf der DGSM. Aus gutem Grund, denn neue Forschungsansätze und die für Ende 2025 erwartete deutsche Leitlinie rücken die Versorgung von Patienten*innen erneut stark in den Fokus.